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Rotary und das "gelebte Europa"

50 Jahre „Windrose“-Treffen

Rotary und das
Zahlreiche historische und moderne Eindrücke sammelten die rotarischen Freunde bei ihrem Besuch in Reutlingen. © Michèle und Marcel Ceskenazi (alle Fotos)

Die "Windrose"-Treffen der vier RCs Reutlingen-Tübingen-Nord, Genf (Schweiz), Genua (Italien) und Grenoble (Frankreich) wurden 1969 begründet.

Immo Eberl01.09.2019

Als die RCs Reutlingen-Tübingen Nord, Genf und Grenoble 1969 in Grenoble zum ersten "Windrose"-Treffen zusammenkamen, waren vergleichbare Treffen noch sehr selten. Schon 1972 kam zu dem Kreis der RC Genua hinzu. Europa begann in dieser Zeit, die Idee des gemeinsamen Europa, der heutigen EU, als Zone des Friedens, der Freundschaft und der Stabilität zu entwickeln. Die RCs in Europa haben bei diesem Bemühen richtungsweisend mitgeholfen.

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Zum Jubiläum trafen sich die Freunde in Reutlingen

Die "Windrose"-Treffen der drei, dann vier RCs wurden sehr schnell zur Selbstverständlichkeit im rotarischen Jahr. Es entwickelte sich sogar ein Jugendaustausch unter den Freunden mit eigenen "Windrose-Treffen der Jugendlichen in den 1990er Jahren in Reutlingen, Grenoble und Genf. Unter den Mitgliedern führte das sehr schnell zu Freundschaften, die über Jahrzehnte Bestand hatten und haben.

Im Juni 2019 feierten die vier Clubs nun 50 Jahre "Windrose"-Treffen in Reutlingen. Der Präsident des RC Reutlingen-Tübingen-Nord, Stephan Schlensog, hieß die europäischen Gäste zu dem Treffen willkommen. Nach dem ersten Abend im Kreis der befreundeten Familien wurde gemeinsam das S21-Projekt in Stuttgart besichtigt. Dabei waren Gäste und Gastgeber von dem Projekt sehr beeindruckt, was in dem langen Verweilen an einer Reihe von Stationen zum Ausdruck kam.

Stuttgart wurde als vitale Großstadt mit großem Charme wahrgenommen, was sich am Schlossplatz, vor dem Neuen Schloss und in der Stadtbibliothek zeigte. Die Besichtigung der alten Reichsstadt Esslingen schloss sich mit dem Ausklang im Weinkeller "Einhorn" an.

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Besuch auf der Burg Hohenzollern

Am nächsten Tag wurden die europäischen Gäste auf den Hohenzollern geführt. Im Anschluss an die hohenzollerische Stammburg wurde das Schloss in Haigerloch besichtigt, später auch der Atomkeller. Die Teilnehmer des Treffens erfuhrenen hier - neben dem Erkennen, mit welch bescheidenen Mitteln die Wissenschaftler in Haigerloch arbeiten mussten - auch, was Europa im Zweiten Weltkrieg erspart blieb.

Der Tag, der den Gästen zahlreiche neue Eindrücke über Baden-Württemberg, seine Geschichte und seine Entwicklung brachte, klang im Mühlensaal in der Künkelemühle mit einem stimmungsvollen Abend aus. Präsident Schlensog erinnerte in seiner Ansprache an die Tätigkeit von Rotary in der Völkerverständigung mit dem Beispiel der nun 50 Jahre bestehenden "Windrose"-Treffen.

Dazu passte die Anregung des Genfer Präsidenten Baechler, die Windrose über das rotarische Jahr hinweg mit Aktivitäten wach zu halten.

Das Treffen klang mit dem Aufruf aus, sich im kommenden Jahr - 2020 - zum 51. "Windrose"-Treffen  zur "Rosa dei venti" in Genua erneut zusammenzufinden.   

Immo Eberl
Immo Bernhard Eberl, geb. 1947, Studium an der Universität Tübingen (Geschichte, Germanistik, Kirchenrecht und Rechtswissenschaft - M.A.). Später Erstes Staatsexamen in Geschichte und Germanistik. 1976 Promotion und Habilitation zum Dr. phil. habil. Ernennung zum apl. Professor 1990. Arbeit an der Uni Tübingen, unter anderem am Historischen Seminar, Abteilung für mittelalterliche Geschichte sowie als Geschäftsführer des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde. Tätigkeit als Leiter des Stadtarchivs Ellwangen (Jagst) bis 2015; nebenamtlich Leiter der Volkshochschule Ellwangen. Bis heute Lehrtätigkeit an der Uni Tübingen, an der Hochschule für Politik München, der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz im Wienerwald.
Mitglied im RC Ellwangen seit 1994, Club-Präsident 2009/2010, Paul-Harris-Fellow. Verheiratet, ein Sohn.