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Engen

Einsatz für Klima und Nachhaltigkeit

Engen - Einsatz für Klima und Nachhaltigkeit
In bester Stimmung, erfüllt von der gemeinsam erbrachten Leistung: Mitglieder des Rotary Clubs A81-Bodensee-Engen mit Kindern, dem Forstteam, Forstrevierleiter Hertrich (dritter von links) und der Präsidentin des Clubs (rechts vom Schild) © Franziska Doderer, RC A81-Bodensee-Engen

Der RC A81-Bodensee-Engen beteiligte sich an der weltweiten Baumpflanzaktion ERPOT (Every Rotarien Plants One Tree), die RI-Weltpräsident Ian Risely als Ziel für sein Präsidentenjahr ausgegeben hatte.

Peter Leinberger11.04.2018

Das Ziel, einen Baum pro Rotarier zu pflanzen, soll bis zum "Earth Day" am  22. April 2018 erreicht sein. Der Rotary Club A81-Bodensee-Engen erreichte es schon Ende März: In einer vorbildlich geplanten Hands-on-Aktion haben  Mitglieder des Clubs 1.500 kleine Weißtannen gepflanzt und durch das  Errichten eines Wildschutzzaunes die zarten Pflänzchen gleich noch vor Wildverbiss geschützt. Sie wurden bei ihrem Einsatz vom Forstteam der Stadt Engen unterstützt.

Weltpräsident Riseley sieht im Umweltschutz und in Maßnahmen gegen den globalen Klimawandel wesentliche Ziele für Rotary. Bäume (wie alle grünen Pflanzen) entziehen der Luft unter anderem das immer mehr durch Industrie, Kraftfahrzeuge, Überbevölkerung, Tierhaltung und vieles mehr vorhandene Treibhausgas Kohlendioxid. Bäume produzieren daraus in der Photosynthese den lebenswichtigen Sauerstoff und Glucose. Mehr Bäume verlangsamen die Erderwärmung durch Veringerung der  Kohlendioxidmenge, so der Gedanke.

Für den Club stand es daher außer Frage, sich an der "grünen" Aktion zu beteiligen.

Weißtannen bestens geeignet

Das Forstteam hatte einen idealen Weißtannen-Standort ausgesucht und unterstützte die Mitglieder des Clubs. Sie hatten das Gelände vorbereitet und schon die Pflanzlöcher gebohrt. Der Forstrevierleiter  Thomas Hertrich begründete die Entscheidung für die Tanne in diesem Teil der Gemarkung, in dem neben Douglasien, Buchen, Kiefern, Lärchen, Eichen und besonders Fichten stark vertreten sind : "Die Tanne ist das Nadelholz mit der besten Ökologie. Sie ist sturmsicherer als die Fichte, soll Klimaveränderungen besser verkraften, verträgt den kalkigen Lehmboden gut und eignet sich besonders für dieses Gelände, da sie wegen ihrer Frostempfindlichkeit keine Freifläche will". Generell sei es wichtig, zur Versorgung der Sägeindustrie und der starken Bautätigkeit den Nadelholzanteil zu halten. Früher gab es viele Aufforstungen mit Fichten, deshalb müssen jetzt vermehrt die Tannen nachgepflanzt werden Das soll Kulturproblemen aktiv vorbeugen, die auf Freiflächen häufig auftreten. Hier schützt der "Altholzschirm" die Jungpflanzen vor Wetterextremen und die schattigen Lichtverhältnisse halten die Konkurrenzvegetation zurück.

Forstrevierleiter Hertrich spendete den aktiven Mitgliedern des Clubs viel Lob „für die Begeisterung, die motivierte Ausführung und das Durchhalten". Die teilnehmenden Mitglieder des RC A81-Bodensee-Engen erfreuten sich am Gefühl der Gemeinschaft, das Hands-on-Aktionen mit sich bringen, an den vielen Dingen, die sie durch den Forstrevierleiter erfahren durften, und nicht zuletzt an dem Gefühl, etwas sinnvolles getan zu haben.

 

Peter Leinberger
Peter Leinberger ist Rotarier seit 1981. Präsident des RC Bruchsal-Bretten 1991/92. Studium der Pharmazie und Studium der Tiermedizin. Nach zuletzt 35 Jahren Selbständigkeit seit 2014 im Ruhestand. Noch vielseitig engagiert u.a. im Tierschutz (TVT AK 6), der Erhaltung alter Haustierrassen (G.E.H.), der Kultivierung von Kakteen (spez. winterharter) und im sozialen Bereich (Pelikan-Verein zur Unterstützung der Palliativ-Station der Rechberg-Klinik, Dr. Gaide-Stiftung). Ab Juli 2015 Berichterstatter des Distrikts 1930 für das Rotary Magazin.