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Leipzig

Freude über einen neuen Club

Leipzig - Freude über einen neuen Club
Der Gründungsvorstand mit Gründungsbeauftragtem Markus Denzel (Dritter von rechts) © Oliver Grimm /RC Leipzig International

"Leipzig braucht diesen Club", so die feste Überzeugung von Past Governor Markus Denzel. In seiner Ansprache bei der Gründungsfeier des RC Leipzig International, die am 19.11.2019 in festlichem Rahmen stattfand.

Kerstin Dolde04.12.2019

Leipzig zieht eine große Zahl gut ausgebildeter Menschen – oft mit internationalem Hintergrund – an. Viele von ihnen haben noch keinen Platz in der rotarischen Gemeinschaft gefunden. Schon deshalb wies der Gründungsbeauftragte Markus Denzel auf die Notwendigkeit des neuen Clubs hin.

Um diese offensichtliche Lücke zu schließen, begann Freund Denzel vor etwa einem Jahr, die Möglichkeiten einer Club-Neugründung zu sondieren. Nach unzähligen Gesprächen mit den Mitgliedern des Distrikts und der Leipziger Clubs erklärte sich der RC Leipzig, der erste ostdeutsche Club nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, dazu bereit, die Neugründung als Patenclub zu unterstützen. Viele weitere Aktivitäten im Vorfeld der Clubgründung folgten, insbesondere die persönliche Ansprache von potenziellen Clubmitgliedern sowie die Durchführung des Rotary Trainingsseminars. Die Gründungsveranstaltung stellt nun einen ersten Höhepunkt im Clubleben dar.

In seiner Ansprache zeichnete der Gründungspräsident Oliver Grimm denn auch den langen und mitunter mühevollen Weg der Neugründung nach. Besonders stolz zeigte sich Freund Grimm über das ausgewogene Geschlechterverhältnis der Clubmitglieder. Um dem internationalen Charakter des Clubs gerecht zu werden, ist der Club mit Englisch und Deutsch zweisprachig. Letzten Endes fanden sich 28 Mitglieder zusammen, die sich dem internationalen Gedanken des Clubs verpflichtet fühlen. Während der Veranstaltung leisteten die Gründungsmitglieder ihre Unterschrift unter die Satzung. Jedes Mitglied wurde im Anschluss vom Gründungsbeauftragten per Handschlag in der rotarischen Gemeinschaft willkommen geheißen.

In seiner Festansprache verlieh Governor Gerwig Argow seiner Freude über die Clubneugründung Ausdruck. Er hob die sozialen Projekte als Kernelement der rotarischen Gemeinschaft hervor und nannte eine Reihe plastischer Beispiele wie Suchtprävention oder die Durchführung einer Musikakademie. Als guten Rat gab er dem neuen Club mit auf den Weg, bei allen rotarischen Aktivitäten auch die Ehepartnerinnen und Ehepartner mit einzubeziehen. Nur mit deren Unterstützung kann die rotarische Familie weiterwachsen und im rotarischen Sinne Früchte tragen.

Trotz der kurzen Zeit seines Bestehens kann der Club bereits selbstbewusst auf eine Vielzahl eigener Tätigkeiten im Vorfeld eines sozialen Projekts verweisen. So hatte die Clubversammlung beschlossen, auf eine gravierende Problematik in der Stadt Leipzig zu reagieren. Behinderten Kindern ist derzeit eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft verwehrt, denn im gesamten Stadtgebiet sind keine inklusiven Spielplätze vorhanden. Geeignete Anlagen würden es etwa Rollstuhlfahrern erlauben, ein Karussell oder eine Schaukel zu benutzen. Freundin Mantovani-Löffler erläuterte denn der Festgemeinschaft die Pläne des Clubs, gemeinsam mit Akteuren aus der Stadtverwaltung und der Zivilgesellschaft Spielplätze entsprechend nachzurüsten.

Das große Interesse und die warme Sympathie der rotarischen Gemeinschaft zeigte sich nicht zuletzt in der Anwesenheit zahlreicher Gäste, etwa von Governor Gerwig Argow, von Assistant Governor Ralf Schober, wie auch der Präsidentinnen und Präsidenten der Leipziger Clubs sowie von Rotaract und Inner Wheel. Die herzlichen Grußworte, das lebhafte Interesse der rotarischen Gemeinschaft sowie viele gute Tischgespräche belegen eindrücklich, dass der neu gegründete Club bereits ein lebendiger und aktiver Teil der rotarischen Familie geworden ist. Freund Schober fasste die Situation treffend in seinem Grußwort mit dem altbekannten Wunsch zusammen: "Vivat – crescat – floreat!"

Olaf Bärenfänger

 Die Namen der 28 Gründungsmitglieder sind:

Prof. Dr. Getu Abraham
Prof. Dr. Carmen Bachmann
Prof. Dr. Olaf Bärenfänger
Thomas Biermann
Dr. Bettina Dick
Heinz-Josef Feldmann
Prof. Dr. Florian Gerstenberg
Dr. Gabriele Goldfuß
Oliver Grimm
Oliver Hess
Christina Höhn
Prof. Dr. Elisabeth Kaske
Evelyn Koch
Dr. Sabine König
Dr. Luisa Mantovani-Löffler
Torsten Marx
Sven Noack
Eva Nourney
Wolfgang Ruppert
Prof. Berthold Schmid
Paul Schöpa
Dagmar Schreiber
Dr. Dagmar Schulz
Wilfried Seidel
Hassan Soilihi Mzé
André Soudah
PD Dr. Norbert Spannenberger
Prof. Dr. Alexander Starke

Kerstin Dolde
Kerstin Dolde ist Journalistin und arbeitet zurzeit als Verantwortliche Redakteurin für Regionales bei der Frankenpost. Seit Januar 2011 steht sie zudem als Leseranwältin des oberfränkischen Medienhauses den Leserinnen und Lesern als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Seit 2005 ist sie als Distriktberichterstatterin für D 1880 unterwegs.