Distrikt 1910

Projekt - Frisches Geld durch alte Autos

Fahrzeugparade im Hof des Barockschlosses Halbturm im Burgenland

01.10.2015

Projekt 

Frisches Geld durch alte Autos

Heinrich Marchetti-Venier

Ein Club glänzt als erfolgreicher Rallye-Veranstalter und schickt 50 Teams auf eine 600-Kilometer-Strecke

Der RC Perchtoldsdorf ist bekannt für seine Philosophie, seine umfangreichen Serviceprojekte nicht durch das Zücken der Brieftasche zu finanzieren, sondern über die Organisation von Veranstaltungen. Die Perchtoldsdorfsche Charity Classic hat heuer bereits zum dritten Mal stattgefunden. Unter der fachkundigen Gesamtleitung von Sebastian Klackl (der auch schon renommierte Rallyes wie die Ennstal-Classic gewonnen hat) waren so gut wie alle Clubmitglieder engagiert - als Starter, Streckenposten, Zeitnehmer etc. 50 Teams hatten sich auf die schöne, mehr als 600 Kilometer lange Stecke begeben, die am ersten Tag von Perchtoldsdorf aus zunächst in die Dorfgemeinschaft Breitenfurt führte, eine Heimstatt für Behinderte, die der Club von Anfang an unterstützt. Über schöne Seitenstraßen ging es dann ins Alpenvorland des Mostviertels, die Wachau und die Weinberge am Rande von Wien, und am zweiten Tag über Loretto, Schloss Halbturm, den Nationalpark Neusiedlersee sowie mit einem Abstecher über Ungarn zurück. Unter den Teilnehmern fanden sich auch Ex-Rallye-Ass Rudi Stohl, der Kabarettist Rudi „Seyffen­stein“ Roubinek und Spielkartenfabrikant Ferdinand Piatnik.


Dass dann am Gala-abend zahlreiche Preise vergeben werden konnten, war für die Ausgezeichneten Lohn ihres sportlichen Ehrgeizes. Für alle aber zählte viel mehr, dass sie durch ihre Teilnahme und durch die Mithilfe zahlreicher Sponsoren einen großen Beitrag zu den Sozialprojekten des Clubs geleistet haben. Das derzeit gewichtigste darunter ist unter dem Motto „Bridge to Bosnia“ die Unterstützung der Kinderherzchirurgie in Sarajewo. Organisator Sebastian Klackl versprach, in zwei Jahren die nächste Charity Classic zu leiten.

Erschienen in Rotary Magazin 10/2015

Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.

Rotary Magazin 9/2016

Rotary Magazin Heft 9/2016

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Die deutsche Sozialdemokratie steckt in der Krise. Der Zuspruch sinkt, die Partei liegt bundesweit bei 20 Prozent. Woran liegt das? Welche Fehler wurden in den letzten Jahren gemacht? Und mit Blick auf…

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