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"Münchner Salon" des RC München-Englischer Garten:

Junge Musik für alte Menschen in Not

Der Violinist Rudens Turku (1. von links) vom RC München-Englischer Garten und künstlerischer Leiter des Konzerts mit der Pianistin Ayumi Yanke (Mitte) und 5 jungen Musikern. © Isabel Christensen

Es war eine Premiere – für einen ehrenwerten Zweck.: Mehr als 5.000 Euro für "Lichtblick Seniorenhilfe"

Gerald Huber30.08.2016

Beim „Münchner Salon“ des Rotary Club München-Englischer Garten spielten junge Musiker für ältere Menschen in Not. Das Benefiz-Konzert der Stipendiaten des Vereins "Friends of Rudens Turku" zugunsten des Vereins "Lichtblick Seniorenhilfe" sollte Generationen miteinander verbinden - ganz im Sinne des international renommierten Geigers Rudens Turku aus München: " Alles, was ich als junger Geiger gelernt habe, wurde mir durch das Wissen der älteren Generation beigebracht. Sie hat uns, den Jüngeren, eine Welt hinterlassen, in der wir uns frei entfalten dürfen!", sagte er.

Mehr als 5000 Euro an Spenden kamen an diesem Abend in der Münchner Galerie Thomas zusammen - vor allem aber kam es zu ganz besonderen Begegnungen, denn der Rotary Club München-Englischer Garten hatte mehrere bedürftige Senioren zum Benefiz-Konzert eingeladen. Darunter Lioba (75) und Brigitte (78), die zwar ihre Nachnamen aus Scham nicht nennen, aber dennoch "Danke" sagen wollten: "Es ist uns eine solche Freude und Ehre, hier zu sein", erklärten sie. Und so durften Brigitte, Lioba und einige weitere Rentner in Not mit den Werken von Max Bruch, Maurice Ravel, Antonín Dvorák und anderen Kraft tanken. Denn: „Musik ist nicht nur eine Aneinanderreihung von Noten, sondern auch eine Sprache der Seele. Musik schenkt Hoffnung“, sagte Star-Geiger Turku.

Vor allem der junge Musiker Andrea Ciccalese begeisterte mit seiner Violine zusammen mit Ayumi Janke am Flügel. Pablo de Sarasates „Introduktion und Tarantelle“ spielte er federhaft leicht – aber mit einem einzigartigen Glanz. Und dank seiner kindlichen Art schaffte er sogar die kräftezehrenden Steigerungen – ohne dabei jedwede Mühe erkennen zu lassen. Auch Esther Frey und Johannes Ascher waren herausragend. Ganz zu schweigen von der sympathischen Laura Stöger am Cello und der ausdrucksstarken Sofiko Tchumburidze. Großer, herzlicher Jubel für alle Beteiligten am Ende. Und ein Applaus, der lange anhielt.

Barbara Nazarewska 

Gerald Huber

Gerald Huber, geboren 1962 in Landshut, studierte Geschichte und Sprachwissenschaften in Regensburg und München. Huber arbeitet als Redakteur für den Bayerischen Rundfunk und ist daneben Autor zahlreicher Sendungen und Bücher zu kulturellen und historischen Themen. Rotarier wurde er 2000 beim RC Ingolstadt, seit 2012 gehört er dem Rotary Club München-Bogenhausen an. Zuletzt veröffentlichte er „Hubers Bairische Wortkunde. Wissen woher Wörter kommen“ (Volk Verlag 2013).