Distrikt 1950
Kleine Bäume, große Wirkung
„Lokal verankert und global vernetzt“ ist Rotary laut Governor Helmut Lanfermann. Wie viele lokale Bausteine gemäß dem RI-Jahresmotto global „den Unterschied machen“, zeigt sein Jahresprojekt: Bäume pflanzen für den Klimaschutz.
Klimaschutz ist die Voraussetzung für alle sechs Schwerpunkte des rotarischen Engagements weltweit: Frieden und Konfliktvermeidung, Krankheitsvorsorge und -behandlung, Wasser und Hygiene, Gesundheit von Mutter und Kind, Elementarbildung, Lesen und Schreiben sowie Wirtschafts- und Kommunalentwicklung. Denn ohne ein intaktes Klima und den verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten ist jede Entwicklungshilfe eine Sisyphos-Aufgabe, scheitert Völkerverständigung am Kampf um Ressourcen und ist letztlich nicht nur die Gesundheit, sondern das nackte Überleben der Menschen in Gefahr.
Das hat auch RI-Präsident Ian Riseley erkannt, als er zu Beginn seines Amtsjahrs alle Rotarier weltweit aufforderte, jeweils mindestens einen Baum zu pflanzen. Das ist nicht allzu viel, verglichen mit dem Vorbildprojekt „Plant for the planet“: Seit 2007 hat die von dem oberbayerischen Schüler Felix Finkbeiner gegründete Stiftung fast 15 Milliarden Bäume neu gepflanzt. Rotaract unterstützt die Aktion bereits seit mehreren Jahren.
Doch nicht immer fallen Ideen aus Evanston in den Clubs und Distrikten auf fruchtbaren Boden. Für den Distrikt 1950 griff Governor Lanfermann das Baumprojekt jedoch sofort auf und wirbt seither bei seinen Clubbesuchen dafür.
Bäumepflanzen und Hilfe in Afrika verbinden
Die Initiative passt auch perfekt zu einem weiteren, distriktweiten Projekt: der Gründung eines Schuldorfs im südostafrikanischen Malawi. An ihr beteiligt sich rund ein Dutzend Clubs mit Eigenmitteln in Höhe von knapp einer Viertelmillion Euro. Der im Juli 2016 begonnene Bau selbst dient nicht zuletzt der Vermittlung einer umweltschonenden Bauweise mit ungebrannten Ziegeln, um den Feuerholzverbrauch und damit die Rodung der Wälder in dem zu den 20 ärmsten Nationen der Welt zählenden Land zu reduzieren.
Sicher nicht zu weit hergeholt ist schließlich auch die Verbindung des Klimaschutz-Gedankens mit dem Thema des jüngsten RYLA-Seminars des RC Uffenheim und des E-Club of D1950: „Integration und Toleranz in Europa – Chancen und Risiken“. Denn die Folgen des Klimawandels sind neben Krieg und Gewalt eine Hauptursache für Flucht und Migration. Mit den beruflichen Perspektiven von Flüchtlingen, den europäischen Sozialsystemen sowie dem Global Grant „Flüchtlingen eine Chance hier und eine Zukunft in ihrer Heimat geben“ des Distrikts, des Landkreises Greiz und der RCs Gera und Weiz/Steiermark beschäftigten sich drei Tage lang zwölf Teilnehmer aus Eritrea, Somalia, Vietnam, Österreich und Deutschland.
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