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Barcamp

Quo vadis Rotary? Wohin der Distrikt gehen will

Barcamp - Quo vadis Rotary? Wohin der Distrikt gehen will
Intensive Gesprächsrunden beim ersten Barcamp in D1830 © Monika Theiss, RC Ellwangen

Der Distrikt 1830 veranstaltete vor wenigen Tagen sein erstes Barcamp. Die Ergebnisse sind zusammengefasst und werden in den weiteren Diskussionen innerhalb des Distrikts eine wichtige Rolle spielen.

Immo Eberl31.10.2019

Die Zeiten ändern sich, unsere Welt ändert sich. Das geht an Rotary nicht vorbei. Um mit der Zeit zu gehen und Zukunft aktiv zu gestalten, hat der Distrikt 1830 zum ersten Rotary Barcamp des Distrikts eingeladen.

Rotarierinnen und Rotarier sind Macher, im Familienalltag, im Berufsleben, in ihren Clubs, bestenfalls auch distriktweit. Deshalb rief Pastgovernor und Ideengeber Jan W. Wagner gemeinsam mit Governor Jörg Wolff als neues Format der Teilhabe das Rotary Barcamp ins Leben. Mit auf die Beine gestellt haben das besondere Event in Stuttgarts Ideenschmiede wizemann.space Distrikttrainerin Claudia Lichtwer, Monika Theiss, Daniel Föll, Frank Motte und Rotaracter Nico Balss. Das Konzept "Barcamp" haben einige wenige Rotary Distrikte, wie 1850 oder 1940, bereits erfolgreich veranstaltet. Diese waren und sind sehr erfolgreich, finden teilweise bereits zum wiederholten Mal statt.

Was erwartete die Barcamper? Ganz einfach: Genau das, wofür sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entschieden. Zu Beginn stellte das Orgateam das übergeordnete Thema "Quo vadis Rotary?" kurz vor und ließ gleich die Teilnehmerrunde ran: "Was wird die bestimmende Schlagzeile in zehn Jahren sein?" sollte jede und jeder formulieren, verbunden mit einer kurzen Vorstellung.

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Die Themen konnten unterschiedlicher kaum sein...

Dann ging es direkt in die Sessionplanung: Alle Anwesenden konnten eine Session anbieten, ob Workshop, Vortrag, Diskussion, Übung oder die Gründung einer Projektgruppe. Der oder die Vorschlagende musste dabei keineswegs Spezialist für das Thema sein. Wichtig war das persönliche Interesse am Thema beziehungsweise der Wunsch, etwas zu erfahren, mitzuteilen oder gemeinsam zu erarbeiten. Jede Session bekam einen Raum und eine Uhrzeit zugeordnet und sollte rund 45 Minuten dauern.

Umgehend umfasste der Tagesplan ganze acht Sessions zu den unterschiedlichsten Zukunftsthemen: von der Friedensförderung, den Werten Rotarys, Meetingformaten und Präsenzen über "Ein starkes Europa und was Rotary dafür tun kann", "Friends of Rotary" bis hin zu "Rotary im Spannungsfeld gesellschaftlicher Diversität".

Und los ging's! Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer sollte sich einbringen. Alle Beiträge, Kommentare, Erfahrungen waren wichtig und wurden gehört, kontroverse Diskussionen inklusive.

Am Ende stellten die Sessionleiter ihre Ergebnisse vor. Diese wurden zusammengefasst und dem Governor übergeben. Sie werden bei der folgenden Distriktbeiratssitzung ein wichtiger Tagesordnungsprunkt sein sowie als Handout für PETS zusammengefasst. Zudem erhielten alle Teilnehmenden die Ergebnisse, um einzelne Themen bereits in den Clubs weiterzubearbeiten.

Monika Theiss
RC Ellwangen

Immo Eberl
Immo Bernhard Eberl, geb. 1947, Studium an der Universität Tübingen (Geschichte, Germanistik, Kirchenrecht und Rechtswissenschaft - M.A.). Später Erstes Staatsexamen in Geschichte und Germanistik. 1976 Promotion und Habilitation zum Dr. phil. habil. Ernennung zum apl. Professor 1990. Arbeit an der Uni Tübingen, unter anderem am Historischen Seminar, Abteilung für mittelalterliche Geschichte sowie als Geschäftsführer des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde. Tätigkeit als Leiter des Stadtarchivs Ellwangen (Jagst) bis 2015; nebenamtlich Leiter der Volkshochschule Ellwangen. Bis heute Lehrtätigkeit an der Uni Tübingen, an der Hochschule für Politik München, der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz im Wienerwald.
Mitglied im RC Ellwangen seit 1994, Club-Präsident 2009/2010, Paul-Harris-Fellow. Verheiratet, ein Sohn.