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Uganda

Rotary Nordhessen hilft

Uganda - Rotary Nordhessen hilft
Friedrich Niederquell (RC Korbach-Bad Arolsen) beim Brunnentest © Thomas Ebert

Elf Rotary Clubs und drei Rotaract Clubs starten ein Brunnenprojekt für 80.000 Menschen.

Christian Kaiser17.05.2016

Reiner Braun (RC Homberg/Efze), als Geologe schon von Berufswegen mit Wasser befasst, entwickelte die Idee, ein Brunnenprojekt zu starten. Dazu angeregt wurde er durch Berichte über Trinkwasserprojekte in Afrika vom Clubfreund Reinhard Berle. In seinem Präsidentenjahr 2013/14 konnte er zunächst den eigenen Club für seine Pläne gewinnen. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Koordinator Reinhard Wiskemann (RC Homberg/Efze) – und überzeugender Argumente – schloss sich ein nordhessischer Club nach dem anderen der Initiative an. Inzwischen sitzen elf Rotary Clubs und drei Rotaract Clubs im Boot und bestimmen in regelmäßigen Treffen den gemeinsamen Kurs.  

Ein buntes „Afrikanisches Kulturfest“, das am 22. März 2015, dem „Weltwassertag“, in Kloster Haydau stattfand, bildete Abschluss und zugleich Höhepunkt einer ersten großen Sammelaktion der Clubs. Auch die Übernahme der Schirmherrschaft durch Bischof Prof. Dr. Martin Hein und der Auftritt der ugandischen Ministerin Justine Kasule mit Gefolge dürften danach für ein außergewöhnlich starkes Medienecho gesorgt haben – wiederum Auslöser für eine weitere erfolgreiche Spendenkampagne.

Inzwischen haben die nordhessischen Rotarier 80.000 Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt. Die Rotary Foundation und das Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit werden voraussichtlich auf 800.000 Euro aufstocken. Spendengeld und Zuschüsse kommen in voller Höhe an und ermöglichen den Bau von 80 Brunnen - sauberes Trinkwasser für mehr als 80.000 Menschen!

Hostclub bei der Beantragung von Global Grants ist der Rotary Club Kampala-East. Als erfahrene Partnerin für die Umsetzung des Projektes konnte Tabitha Global Care gewonnen werden. Nach Vorliegen der Genehmigungen sollen in einer ersten Phase 44 Trinkwasserbrunnen in Uganda-Ost gebohrt werden.

Vorläufer sind zehn Brunnen, die im Rahmen des Rotary-Projektes „Trinkwasser für Afrika“ in Sambia gebaut wurden und sich bereits mit bewährter einfacher Technik und geringem Wartungsbedarf im Betrieb bewährt haben.  Eine 29-köpfige rotarische Delegation aus Nordhessen konnte sich hier kürzlich auf einer „Inspektionsreise“ von der Qualität des Projektes überzeugen. Die Gruppe wurde angeführt von Reinhard Berle, der mit seiner über 30-jährigen Afrikaerfahrung die Reise bestens vorbereitet hatte.

Neben dem Besichtigungsprogramm blieb hierbei auch Zeit für touristische Attraktionen.

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Mehr Bilder von der Reise der Rotarier zur Übergabe der Pumpen finden Sie hier.

Klicken Sie einfach auf das Foto von Sabine Möller (Präs. RC Baunatal), die hier eine der Pumpen in Betrieb nimmt.

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