Distrikt 1800Rotary vor Ort

Eine Woche ohne Krieg

von Gabriele Arndt-Sandrock | 
 |  Lesezeit: 3 Minuten

Distrikt 1800: Rehburg-Loccum – 30 ukrainische Kinder zu Gast bei einem Sommercamp der Rotary Task-Force Ukraine in Loccum

„Wir sind erschöpft und happy.“ So fasste eine ukrainische Begleiterin am Ende einer besonderen Woche ihre Gefühle zusammen. 30 Kinder im Alter von elf bis 14 Jahren wa-ren Anfang August gemeinsam mit sechs Begleiterinnen aus der Ukraine ins Denkhaus Loccum gekommen. Acht Tage lang bestimmten nicht Krieg und Unsicherheit den Alltag, sondern Spiel, Neugier und Gemeinschaft.

„Acht Tage Kindheit. Acht Nächte ohne Angst“ lautete das Motto des ersten Sommercamps, das im Auftrag der Task-Force Ukraine des Deutschen Governorrats in Deutschland umgesetzt wurde. Geplant und organisiert wurde das Camp vonGabriele Arndt-Sandrock (DGR Task-Force Ukraine), Frank Lehmeier (RC Stolzenau) und Gaby Straßburg (Denkhaus Loccum).

Möglich wurde die Woche durch die Unterstützung von Rotary Clubs aus ganz Deutschland, der Distrikte 1800 und 1860 sowie regionaler Institutionen und weiterer Sponsoren. Erst dieses gemeinsame Engagement machte es möglich, den Kindern und ihren Begleiterinnen acht Tage Sicherheit, Gemeinschaft und unbeschwerte Zeit zu schenken.

Kletterpark, Zoo und ­Besuch im Landtag

Die Kinder spielten und tobten, machten Sport und Zirkus, gestalteten Kunst, tanzten Hip-Hop und probierten sich beim Foot-Golf und im Kletterpark Mardorf aus. Sie besuchten den Zoo Hannover und den Dino-Park Münche­hagen, waren zu Gast im Nie­der­säch­si­schen Landtag. Ein Höhepunkt war die Graffiti-Aktion. Gemeinsam entstand ein großes Wandbild, das im Denkhaus bleiben wird.

Bei der Abschlussfeier präsentierten die Kinder, was sie in den Workshops erarbeitet hatten. Doch die wichtigste Bilanz dieser Woche stand nicht auf einem Programmzettel. Eine Begleiterin schrieb nach dem Camp: „Danke für diese unvergessliche Woche ohne Krieg.“ Eine andere beschrieb die Ankunft in Loccum als den Moment, in dem die langersehnte Ruhe begonnen habe. Und eine weitere schrieb: „Die Freunde, die wir hier in Loccum gefunden haben, werden für immer in unseren Herzen und in unserer Erinnerung bleiben.“ Am letzten Morgen hieß es Abschied nehmen. Im Gepäck: viele neue Erfahrungen, Begegnungen und Erinnerungen an acht besondere Tage. Die Kinder sind wieder zu Hause. An der Wand des Denkhauses aber bleibt ihre Botschaft: Auf Deutsch und Ukrainisch steht dort in großen Buchstaben: „Zukunft“.


 

In Kürze: Das Glücks-Ei reist nach ­Vietnam

Die Osteraktion des RC Einbeck-Northeim hat inzwischen eine ungewöhnliche Verbindung nach Vietnam: Durch geschäftliche Kontakte gelangten Glücks-Eier nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Gleich zweimal konnten sich dort Gewinner über Gutscheine freuen – allerdings nicht vor Ort einlösbar. Also wurde improvisiert und kurzerhand in Schokolade getauscht, die in Vietnam persönlich überreicht wurde. Bereits im Vorjahr war ein weiterer Gutschein nach Südostasien gegangen. So verbindet diese rotarische Glücks-Ei-Lotterie über Kontinente hinweg.