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Präsidentenbrief

Meine lieben rotarischen Brüder und Schwestern!

Präsidentenbrief - Meine lieben rotarischen Brüder und Schwestern!
Kalyan Banerjee war Rotary Präsident © Rotary International

Kalyan Banerjee30.05.2011

Wir haben für das Rotary-Jahr 2011/12 eine Farbe gewählt und diese Farbe ist Grün. Warum Grün? Grün ist die Farbe des Frühlings, des neuen Lebens und der leuch­tenden Blätter, die aus verzweigten Ästen sprießen. Es gibt keinen Zweifel, dass es für Rotary an der Zeit ist, zu „grünen“ – wir müssen unsere niederdrückende graue Blässe aufhellen und durch leuchtende Grüntöne ersetzen. Insgesamt sind nur elf Prozent unserer Mitglieder unter 40 Jahre alt. 68 Prozent hingegen sind über 50 und 39 Prozent über 60 Jahre. Man kann sich leicht ausmalen, wo das in zehn, 20 oder 30 Jahren hinführen wird, wenn wir nichts unternehmen. Einfach nur neue Mitglieder zu gewinnen reicht nicht aus. Wir müssen jüngere Mitglieder aufnehmen, die unserer Organisation neues Leben und neue Vitalität einhauchen. Wie aber können wir attraktiver werden für jüngere Mitglieder, die sich so stark von der letzten und vorletzten Generation junger Berufstätiger unterscheiden? Wir müssen dort aktiv werden, wo wir sie erreichen – und für die meisten jungen Menschen ist dies im Internet, bei Facebook, Twitter und über E-Mail, die sie über ihre Smartphones abrufen. Ein Club ohne Internetauftritt existiert für sie ganz einfach nicht. Die Website eines Clubs ist sein Gesicht in der Öffentlichkeit. Und deshalb muss sie gut sein. Mehr als alles andere aber müssen wir die Idee der rotarischen Familie in den Vordergrund stellen. Wir müssen das gesamte Rotary als eine große Familie sehen: die Rotarier, ihre Familien, aber auch die Rotaracter, Interacter, Jugendaustausch-Teilnehmer, Foundation-Alumni und so weiter. Und wir müssen die Bindung an den Club als etwas betrachten, das nicht nur die Rotarier selbst, sondern die gesamte Familie von Rotary betrifft. Viel zu oft suchen wir außerhalb nach neuen Mitgliedern und übersehen dabei unsere eigene jüngere Generation, die nur darauf wartet, angesprochen zu werden. Auf sie müssen wir unser Augenmerk richten, wenn wir fähige und begeisterte neue Mitglieder finden wollen, die dann die Clubpräsidenten, Governors und RI-Führungskräfte von morgen sein werden. Wir schulden es unserer Familie von Rotary – der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen – sicherzustellen, dass unsere rotarische Generation nicht die letzte ist. Deshalb müssen wir, in einem ganz realen Sinne, in uns gehen, uns selbst finden, und gemeinsam mit der gesamten Rotary-Familie mitmenschlich handeln.