Asiatisches Feuerwerk zur Eröffnung

Die Opening Ceremony in Taipeh war ein Ereignis. Die Eröffnungsworte sprach übrigens ein Deutscher. ZuGast war zudem der taiwanische Präsident
Sowohl ins Messezentrum als auch zum Taipei Dome gelangt man von der Metro aus trockenen Fußes in die Gebäude – das ist schon ziemlich bequem, gerade in der Regenzeit. Auf dem Weg durch die langen Gänge sammeln sich an jeder Ecke kleine Grüppchen Einheimischer – die Clubs. Offenbar hat jeder einen einheitlichen Look. Und den in diversen Farben: Rosa, Gelb, blaugrünes Karo – da geht einiges. Unter mal fröhlichen, mal energischen Anweisungen dirigieren sie sich gegenseitig in die richtige Richtung oder bauen sich für ein Gruppenfoto auf. Ihr gespanntes Schnattern überträgt sich, dazu die Security-Maßnahmen für den Auftritt von Lai Ching-te (William Lai), Präsident der Republik China und Mitglied der Demokratischen Fortschrittspartei.

Andreas von Möller vom RC Hamburg-Lombardsbrücke ist Chair des Convention Committees. Er brachte die Erfahrungen für die Organisation einer Convention von dem rotarischen Jahrestreffen 2019 in Hamburg mit. Zum Auftakt der Convention begrüßte er die Gäste – VIDEO: bitte Bild anklicken!
In seiner Ansprache zur Eröffnungssitzung bezeichnete Taiwans Präsident Lai Ching-te die Veranstaltung als einen wahrhaft bedeutsamen Anlass. „Besonderer Dank gilt den Rotary-Mitgliedern Taiwans dafür, dass sie die Welt nach Taiwan gebracht haben, sowie den Führungskräften von Rotary International für ihre Unterstützung“, sagte er.
Auf der Bühne erstrahlte die Leinwand im Convention Center in Feuerrot. Die taiwanischen Freunde gaben alles, um den Gästen ein herzliches Willkommen zu bereiten – mit Tanz und Musik, mit bester Laune und offenen Armen.
Die Opening Ceremony ist immer Wundertüte mit prominenten und überraschenden, aber auch traditionellen Rotary-Programmpunkten.
In der Halle des Taipei Dome, je nach Veranstaltungsart ausgelegt für 40.000 bis knapp 60.000 Menschen, fällt sofort die hohe Qualität der riesigen LED-Leinwände auf. Sie bieten auch den Zuschauern in den ersten Reihen vor der Bühne ein gestochen scharfes Bild. Immer wieder erwischt man sich dabei, mit den Augen an der Leinwand hängen zu bleiben, anstatt auf die ebenfalls riesige Bühne zu blicken. Der Unterschied zum tatsächlichen Geschehen auf der Bühne ist kaum noch erkennen und der häufige Perspektivwechsel dank der vielen Kameraeinstellungen verführerisch.
Ein oft erwarteter Höhepunkt: die Flaggenparade.

RI-Präsident Francesco Arezzo verwies in seiner Rede auch auf Rotarys großes Ziel: End Polio Now. „Die Finanzierung wurde schwieriger. Die Regierungen sahen sich neuem Druck ausgesetzt. Aber unsere Bemühungen im Kampf gegen Polio hören nicht auf, nur weil die Welt es leid ist, davon zu hören. Wir müssen unser Versprechen gegenüber den Kindern dieser Welt halten.“

Besonders eindrucksvoll inszeniert war der Bühnenhintergrund während der Auftritte taiwanischer Musiker, Tänzerinnen und Schauspieler, die mit ihrer Performance einen eindrucksvollen Auftritt hinlegten und dem Publikum auf kreative und fantasievolle Art, die ethnischen Gruppen, Kulturen, Bräuche und Traditionen näherbrachten. Aber auch für die Inszenierung des Auftritts der Fahnenträger, die 120 Rotary-Nationen präsentierten und Fotos aus den letzten zwölf Monaten des scheidenden RI-Präsidenten Francesco Arezzo war der Hintergrund nützlich: Er berichtete von lustigen Situationen, zum Beispiel in Korea, wo er versucht hatte, seinen Geburtstag geheim zu halten, was gründlich misslang. Anstatt dessen wurden er und seine Frau als koreanischer Herrscher mit einem altertümlichen Ornat ausgestattet und in einer Sänfte herumgetragen. Oder die Szene, als er in Indien aus dem Zug stieg und von begeisterten Rotaractern begrüßt wurde, die alle aussahen wie er: Sie hatten sich täuschend echte „Francesco“-Masken aufgesetzt.

Direkt im Anschluss bedankte sich Präsident Lai Ching-te bei seinen Landsleuten, dass sie „die Welt nach Taiwan geholt hätten“, berichtete von den Erfolgen Rotarys auch in seinem Land, zum Beispiel hinsichtlich Polio und weiterer Gesundheitsthemen und versicherte, Taiwan werde die Zusammenarbeit mit demokratischen Partnern vertiefen, um die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten und der Wirtschaft zu stärken und gleichzeitig zur Wahrung des Friedens und der Stabilität in der Region beizutragen.
Für viele Gäste waren vor allem die asiatischen Teile der Show nicht alltäglich. Umso größer das Staunen ob der Farben, Formen, Kostüme und Vorführungen. Klicken Sie auf das Bild und sehen Sie einen kurzen Video-Ausschnitt.
Die deutschen Besucher sind bisher beeindruckt von der Convention, verriet Governor Dennis Kissel (D1940). Klicken Sie auf das Bild für ein kurzes VIDEO-Statement.
Der Auftakt in Taipeh ist also gelungen. In den nächsten Tagen geht es in Plenarsitzungen und Breakout Sessions um den Weg, den Rotary in Zukunft beschreiten will und sollte. Viele der fast 40.000 Convention-Besucher wollen intenisv daran mitwirken – nicht ohne die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten des Gastgeberlandes noch weiter kennenzulernen.
Auch die taiwanische Presse berichtet über die Convention (englisch): HIER































