Rotary will Europas Zusammenhalt stärken

Bei der Jahrestagung des internationalen Dienstes und der Länderausschüsse am Mitte Oktober 2026 in Kehl standen Clubpartnerschaften, Jugendaustausch und Ukrainehilfe im Mittelpunkt
Unter dem Leitgedanken „Länderausschüsse mit Zukunft – Internationale Zusammenarbeit weiter ausbauen und stärken“ trafen sich am 16. und 17. Oktober 2026 Vertreterinnen und Vertreter von Rotary in Kehl. Eingeladen hatte der frühere Ortenauer Landrat Klaus Brodbeck. Er ist vom Deutschen Governorrat als Beauftragter für den Internationalen Dienst und die Koordination der 41 deutschen rotarischen Länderausschüsse eingesetzt.
Die Länderausschüsse fördern die Verständigung zwischen Menschen verschiedener Länder. Sie unterstützen Kontakte zwischen Rotary Clubs, gemeinsame Hilfsprojekte und den internationalen Jugend- und Berufsaustausch. Bei der Tagung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Rotary seine Verbindungen innerhalb Europas ausbauen und bestehende Partnerschaften neu beleben kann.

„Rotary in Deutschland muss europäischer werden“, lautete Brodbecks Botschaft. Er wirbt dafür, neben bewährten Verbindungen nach Westeuropa verstärkt Kontakte nach Mittel- und Osteuropa zu knüpfen – etwa nach Polen, ins Baltikum, nach Rumänien, Bulgarien, auf den Balkan und in die Ukraine. Besonders wichtig sei dabei der Jugendaustausch, so sein Appell: „Persönliche Begegnungen bauen Vorurteile ab und schaffen Vertrauen über Grenzen hinweg.”
Am 17. Oktober sprach der frühere Botschafter Christoph Eichhorn über „Europa im Herbst 2026“. Weitere Programmpunkte befassten sich mit internationalen Projekten, der Ukrainehilfe und der Wiederbelebung europäischer Clubpartnerschaften. In Workshops berieten die Teilnehmenden unter anderem über Jugendaustausch, Berufsdienst und die künftige Arbeit der Länderausschüsse.
Der Tagungsort Kehl wurde bewusst gewählt: In der Grenzregion Strasbourg–Ortenau ist europäische Zusammenarbeit gelebter Alltag. Brodbeck hatte als damaliger Landrat an der Gründung des Eurodistrikts Strasbourg–Ortenau mitgewirkt. „Verträge schaffen einen Rahmen. Mit Leben füllen müssen ihn die Menschen“, betonte er.
Für Brodbeck ist die internationale Arbeit von Rotary auch Friedensarbeit: „Europa braucht Menschen, die seine Verbindungen stärken.“ Im kommenden Jahr soll die Jahrestagung am 23. Oktober 2027 in Frankfurt fortgesetzt werden – im Jubiläumsjahr „100 Jahre Rotary in Deutschland”.






























