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Bayerisch-italienischer Charity-Event

Auf Wiedersehen am Gardasee

Bayerisch-italienischer Charity-Event - Auf Wiedersehen am Gardasee
Bilderbuch-Meeting in Bilderbuch-Umgebung © Dinah Deckstein

Die europäische Idee lebt, und sie kann viel Gutes bewirken. Den Beweis lieferte in diesem Sommer der Rotary Club München-Lehel in Zusammenarbeit mit seinem italienischen Partnerclub Verona International.

Gerald Huber21.10.2016

Mehr als 135 Gäste aus Italien und Bayern kamen zum ersten länderübergreifenden Charity-Event an den Gardasee. Helikopter-Rundflüge, eine Weinauktion oder ein Klavierkonzert hoben die Spenderlaune, so dass unter dem Strich gut 12.000 Euro zugunsten von Flüchtlingen und Alzheimer-Patienten herauskamen.

 Dabei hatte es zunächst gar nicht gut ausgesehen, als die Gäste in dem kleinen Örtchen Costermano sul Garda eintrafen. Schwarze Wolken verdüsterten den Himmel, als die Gäste ihre Zimmer in der grandiosen Villa Pellegrini Cipolla oberhalb des Sees bezogen. In dem Ende des 18. Jahrhunderts erbauten Gebäude im Barockstil mit seinen wundervollen Wandfresken gastierte einst schon Napoleon während der berühmten Schlacht von Rivoli. Auch ihm hätte das Konzert des bekannten Chopin-Interpreten Marco Arcieri aus Rom sicher gefallen.

Schon bald darauf aber zeigte sich die Sonne, die spektakulären Heli-Flüge, die einen Großteil der Einnahmen erbrachten, brauchten nicht abgesagt zu werden - zur Freude der Hauptveranstalterin Birgit Grupp-Fischer vom RC München-Lehel: „Wir wollten zeigen, dass eine Clubpartnerschaft nicht nur aus Essen und Trinken besteht“. Sie, ihre Kollegin aus Verona und ihre Helfer hatten schon zehn Monate vorher mit der Vorbereitung der Veranstaltung begonnen: „Je früher man anfängt, desto besser“, rät sie potentiellen Nachahmern. Denn im Zuge der Vorbereitung tauchten immer wieder ungeahnte Probleme und Fragen auf. Zum Beispiel: Wie müssen Spendenquittungen aussehen, damit sie in beiden Ländern akzeptiert werden? Und: Welche Firmen kommen als Sponsoren in Frage? Fazit nach all den Mühen: „Jederzeit gerne wieder“.

Dinah Deckstein

 

Gerald Huber

Gerald Huber, geboren 1962 in Landshut, studierte Geschichte und Sprachwissenschaften in Regensburg und München. Huber arbeitet als Redakteur für den Bayerischen Rundfunk und ist daneben Autor zahlreicher Sendungen und Bücher zu kulturellen und historischen Themen. Rotarier wurde er 2000 beim RC Ingolstadt, seit 2012 gehört er dem Rotary Club München-Bogenhausen an. Zuletzt veröffentlichte er „Hubers Bairische Wortkunde. Wissen woher Wörter kommen“ (Volk Verlag 2013).