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Distrikt

Austausch in Grenzen

Distrikt - Austausch in Grenzen
Der Vorstand von ROTEX 1830 © Klaus-Günther Strack

Corona-bedingt werden die ersten Outbounds erst im Januar starten und in Länder des Schengenraumes reisen. Die Vorbereitungen des Jugenddienstes dafür laufen, neuerdings auch mit Unterstützung durch junge Rotexer.

Fabian Weiß01.10.2020

„108 Kilometer in drei Tagen mit 30 anderen von Küste zu Küste durch die Baja California, das war wirklich das Tollste an meinem Austausch!“, erzählt Olivia Schroll von ihrem Austauschjahr im Norden Mexikos. Eigentlich wollte sie in die USA. Aber als sich dann Mexiko ergab, nahm sie den Atlas zur Hand und plante einfach um. „Eigentlich“ – wohl eines der Wörter des Jahres – wären auch jetzt wieder Hunderte junger Menschen als Austauschschüler in fernen Ländern, um dort mit Rotary „das beste Jahr ihres Lebens“ zu erleben … nun ja, die Problematik durch Corona ist sattsam bekannt. Doch die Vorbereitungen laufen weiter, auch wenn es jetzt für die ersten „Outbounds“, wie die Austauschschüler während ihrer Zeit im Gastland heißen, in enger Abstimmung mit Rotary International aus Sicherheitsgründen erst im Januar losgeht – und zwar „nur“ in Ländern Europas. „Das hat aber auch eine Menge Vorteile“, merkt Klaus-Günther Strack an, Chair des Jugenddienstes im Distrikt. „Auch die Verständigung der Länder Europas untereinander ist derzeit ja teilweise sehr verbesserungswürdig.“

Nah dran an den Outbounds

Das Distriktjugenddienstteam wurde vor eineinhalb Jahren vollkommen neu und breiter als zuvor aufgestellt. Zur Arbeit des Jugenddienstes gehören neben dem Kurzund Langzeitaustausch auch RYLA-Seminare und NGSE, der neu gestaltete Austausch junger Berufstätiger. Um all das kümmert sich das Distriktteam, schult die Jugenddienstler der Clubs und unterstützt sie beim Organisieren, vor allem bei der Betreuung der „Inbounds“. Für dieses Team engagieren sich seit ein paar Monaten auch ehemalige Austauschschüler, seit Kurzem offiziell als Rotexer im neu gegründeten Club Rotex 1830 registriert. Mit ihren Erfahrungen als Outbounds, die fast ein Jahr in diversen Ländern der Welt verbracht haben, helfen sie nachfolgenden Austauschschülern bei ihrer Vorbereitung, auch ihren anstehenden Auslandsaufenthalt zu etwas ganz Besonderem zu machen.

„Wir haben das ja alle selber erlebt, die schönen Erlebnisse wie die schwierigen Herausforderungen“, so Olivia Schroll, mittlerweile Präsidentin von Rotex 1830. „Die Rotarier sind vielleicht etwas besser im Organisieren, aber wir sind einfach näher bei den Herausforderungen, vor denen die angehenden Outbounds und frisch bei uns angekommenen Inbounds stehen.“ Und wenn Clubs – nicht nur im Distrikt 1830 – jetzt auf den Geschmack gekommen sind: Noch bis Anfang des Kalenderjahres 2021 kann man sich für das Austauschjahr 2021/22 bewerben.

Fabian Weiß

Fabian Weiß (RC Stuttgart-Weinsteige) arbeitet als Unternehmens- und Rechtsberater in Stuttgart und Berlin im Start-Up-Bereich. Seit 2008 war er aktiver Rotaracter, zuerst beim RAC Bayreuth, dann in Mexiko (Guadalajara) und den USA (New York City). 2016 initiierte er mit rotarischen Freunden den "neuen" RAC Hamburg in Kooperation mit dem RC Hamburg. Seit Mai 2019 ist er selbst Rotarier und seit Juli 2020 als Distriktberichterstatter für den Distrikt 1830 aktiv.

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