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Mönchengladbach

Club macht sich selbst das schönste Geschenk

Mönchengladbach - Club macht sich selbst das schönste Geschenk
Im rotarischen Dialog: Clubpräsident Eberhard Rohrbach und Norbert Röttgen, langjähriger Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses © privat

Der Rotary Club Mönchengladbach-Niers spendete anlässlich seines 50. Geburtstags 100.000 Euro.

Hartmut Bigalke01.11.2017

Zum 50-jährigen Bestehen im Mai hat der Rotary Club Mönchengladbach-Niers dem Friedensdorf International in Oberhausen ein besonderes Geschenk gemacht: Präsident Eberhard Rohrbach überreichte „mit Freuden“ im Namen des Clubs die Jubiläumsprojekt-Spende „50 Jahre – 50 Kinder“ mit einer Summe von 100.000 (!) Euro für die Hilf­s­einrichtung.

Rettung junger Kriegsopfer
Verletzten Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten bleibt der Zugang zu einer medizinischen Versorgung oft verwehrt. Das Friedensdorf ebnet den Weg über ein Netzwerk von deutschen Ärzten und Kliniken zu einer erfolgversprechenden Behandlung und rehabilitiert die Kinder, bis ein Rücktransport möglich wird. Mit der Spende können nun 50 weitere Kinder gerettet und versorgt werden.
Der Club MG-Niers hilft bereits seit Jahrzehnten, die gecharterten Hin- und Rückflüge für die Kinder zu finanzieren. Zudem ist es aber seit Langem selbstverständlich für die Ärzte des Clubs, mit Operationen und Behandlungen zu einer Rettung der jungen Kriegsopfer beizutragen.

Ehrengast Norbert Röttgen
So ist diese Spende, wie auch die bisherigen Spenden an das Friedensdorf in Höhe von ebenfalls über 100.000 Euro, ein mehrfacher Hebel für die betroffenen Kinder – ein wenig vergleichbar mit dem Grant-Konzept von Rotary International.
Unter den 140 geladenen Gästen der Jubiläumsfeier in der Volksbank-Zentrale Mönchengladbach war auch der ehemalige Bundesminister und langjährige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags Norbert Röttgen (RC Bonn-Rheinbach).
Röttgen beschäftigte sich in seinem Festvortrag mit den politischen Veränderungen in Europa und in der Welt. Er nannte diese Umwälzungen dramatisch, historisch bedeutsam und prognostisch erschütternd. Röttgen forderte eine „neue innere Architektur“ der EU. Hier sei die Bundesrepublik Deutschland, nicht nur ihrer wirtschaftlichen Stärke wegen, neben Frankreich gefordert. Was soll, was kann Deutschland tun? Es sei zwingend für Frankreich und Deutschland, so Röttgen, als Zeugen großer politischer Umwälzungen eine neue politische Identität des Westens zu schaffen, eine Identität, die Australien, Japan und Neuseeland einschließe: Europa müsse geändert, müsse aktiviert werden. Eine enge Zusammenarbeit Deutschlands mit Frankreich und seinem neuen, proeuropäisch gesinnten Präsidenten Macron sei dafür zwingend.

Hartmut Bigalke
Hartmut Bigalke ist Journalist mit 40 Jahren Erfahrung als Redakteur mit vielfältigen Führungsaufgaben bei großen Regionalzeitungen, u. a. Westfälische Nachrichten und Schwäbische Zeitung. Seit 2006 ist er Journalist im Ruhestand, seit 2009 Distriktberichterstatter für den Rotary-Distrikt 1870.