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Kufstein

Eine Stadt zum Be-greifen

Kufstein - Eine Stadt zum Be-greifen
Kufstein in natura von oben – das Modell für das Modell mit allen Mitgliedern zum 50. Geburtstag

Ein betastbares Stadtmodell ist die neueste Attraktion in Kufstein. Der Rotary Club hat es seiner Stadt geschenkt

Heinrich Marchetti-Venier01.10.2015

Anlässlich seines goldenen Geburtstages machte der RC Kufstein seiner Heimatstadt ein Geschenk und übergab ein Stadtrelief aus Goldbronze. Es handelt sich um ein sogenanntes Tastmodell oder Blinden­relief und ist einzigartig in Tirol. Wer aus der Vogelperspektive einen Blick auf die Perle Tirols machen möchte, hat ab sofort direkt vor dem Kufsteiner Rathaus die Gelegenheit dazu. Das Relief zeigt den Innenstadtbereich rund um den Festungsberg vom Bahnhof bis zur Fachhochschule.


Durch die Ausführung in Goldbronze fühlt sich das Kunstwerk nie kalt an und ermöglicht mit den Fingerkuppen einen Spaziergang durch die Straßen und Gassen der Stadt, geführt durch die Kennzeichnung aller wichtigen Straßen und Gebäude auch in Blindenschrift. „Die Plastik ist ein Geschenk an die blinden und sehenden Einwohner und Besucher von Kufstein“, erklärt Präs. Erwin Obermaier. Sie wurde von dem Bildhauer
Egbert Broerken aus Soest (Westfalen) geschaffen, der ein Experte auf diesem Gebiet ist. Das Projekt wurde vom RC Kufstein mit Unterstützung von Spon­soren realisiert.


Auf der größten Freiorgel der Welt
Zur eigentlichen Geburtstagsfeier mit den Partnerclubs aus Kulmbach und Cittadella/Italien, Ehrengästen und Nachbarclubs luden die Rotarier auf die Festung Kufstein. Dem Ort entsprechend organisierte man nicht nur ein Konzert auf der größten Freiorgel der Welt, der Helden-Orgel, mit Werken von Komponisten aus den Ländern der teilnehmenden Gäste, sondern stellte das Jubiläum unter das Motto: „Miteinander reden und feiern“.
Der Präsident moderierte die Festaktivitäten und sorgte mit seinem Team rund um Walter Edinger für einen spannenden Abend. Den Höhepunkt bildeten die Erinnerungen von Kurt Zambra, der als Gründungspräsident von 1965 die damaligen Anfänge liebevoll schilderte. Der 90-Jährige verstand es perfekt, die Idee von Rotary zu erklären, und begeisterte mit pointierten Anekdoten.


Die Grußworte der Clubpräsidenten entwickelten sich zu einer mehrsprachigen multikulturellen Botschaft, als Gov. Christoph Plawenn die persönlichen Grüße von RI-Präs. Gary Huang überbrachte. Den finalen Höhepunkt bildete die „Magnum Challenge“, durch die Rot. Rudolf Morandell als Wein­spezialist die Clubkasse füllte und allen Teilnehmern mit edelsten Weinen große Freude bereitete. Ein Fest, das bei den Gästen einen bleibenden Eindruck von „der Perle Tirols“ hinterlassen hat.

Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.