Distrikt 1910

Krems  - Hinschauen, nicht Wegschauen

Die Distriktspitze auf der Donau, von links: Willi Reismann, Jörg Nairz, Peter Birkmeyer, Peter Adler, Gerhard Hellmann © Petra Pustelnik

24.09.2015

Krems  

Hinschauen, nicht Wegschauen

Heinrich Marchetti-Venier

Die Flüchtlinge werden bei der Wiener Präsidentenkonferenz auf der Donau nicht vergessen

Den Good Will der Bevölkerung einbringen, diese Idee hat der RC Korneuburg. So wurde von ihm eine lokale Online-Plattform eingerichtet, wo man sich für asylsuchende Mitmenschen einsetzen und helfen kann. „Es gibt viel positives Feedback und eine Welle der Hilfsbereitschaft, wir sehen diesen Weg als einen richtigen und vor allem nachhaltigen", betont Präs. Ewald Meister. Es ist das zehnte Mal, dass sich eine Vielzahl von Präsidenten und rotarische Jugend der Wiener Region um ihren Gov. Gerhard Hellmann (Bruck/ Mur) vor Krems am Schiff „Mariandl“ versammeln. Freundschaftspflege, Erfahrungsaustausch, Clubleistungen sowie Zusammenarbeit umschreiben den Sinn des im Distrikt erfolgreichsten Treffens dieser Art. Gov. Elect Jörg Nairz (Wien-Albertina), Distrikt-Sekretär Peter Birkmayer (Wien-West), Berufsdienstbeauftragter Peter Zörer (Wien-Stadtpark) und die Assistants Peter Adler (Wien-Albertina) wie Willi Reismann, zugleich Moderator (Perchtoldsdorf), unterstützen den Governor. Während Hellmann über Jugend und Bosnien als seine Schwerpunkte berichtet, denkt Nairz für 2016/17 an Migration und Integration, die 100 Jahre Foundation wie Special Olympics und liefert Birkmayer neue Infos zum Clubüberbau, dem Distrikt.

Gleiche Ambitionen                                 

 Die eingeladenen Mitglieder der Interactclubs unterscheiden sich beim Einsatz von denen anwesender Rotaractclubs weniger als man denkt. Gemeinsam sind beiden ideenreiche Projekte wie beim Aufbau der Himbeerfarmen in Bosnien mitzuwirken, Flüchtlinge am Westbahnhof und junge Asylanten am Sportplatz zu betreuen. Jeder Rotaryclub zeigt Individualität. Unter den Vorhaben sind Herzchirurgie, Medizinausstattung und Stipendien in Bosnien (Perchtoldsdorf, Klosterneuburg, Wien, -West), behinderte Kinder und Jugend (Wien-Gloriette, -Mozart, -Nordost) oder Jungunternehmertum mit einem Gründerpreis (Wien-Nestroy) hervorzuheben. Insgesamt stellt man sich dem Thema Migration und Flüchtlingen. Bildung und Terrorbekämpfung in Afrika (Wien-Franz Schubert, -Nestroy) sowie Roma-Hilfe (Wien-Ring) sind Projekte an der Basis. Ein Migrationshaus (Perchtoldsdorf), Migrantenkinder- (Wien, Wien-Nestroy, Wien-Stadtpark, Wien-Schwechat) oder Flüchtlingsbetreuung (Wien-Franz Schubert, -Marc Aurel, -Hietzing, -Ring, -Schönbrunn, -Schwechat) zeugen von Engagement vor Ort.

                                                                                                                                                         

Erschienen in Rotary Magazin 11/2015

Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.

Rotary Magazin 11/2017

Rotary Magazin Heft 11/2017

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Herbst einer Volkspartei

Nach dem zweitschlechtesten Ergebnis der CDU und der Niedersachsen-Wahl scheint es in der Partei zu gären. Die Probleme liegen aber nicht nur an Merkel, sie sind struktureller Natur.

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