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Distriktkonferenz in Arnstadt

Kommunikation als Geschenk

Distriktkonferenz in Arnstadt - Kommunikation als Geschenk
Mit einem "Haka", dem Kriegstanz der Maori, stellte Teamchef Jack Arbuckle in Arnstadt das NGSE-Team aus Neuseeland vor. © Patrick Shaw

Nach einem Jahr der Club-Neugründungen durch Governor Bernhard Fischenich will Nachfolgerin Christine Büring Rotary im Distrikt 1950 ein neues Gesicht geben.

Patrick Shaw01.08.2016

Was ist das größte Geschenk der neueren Zeit an alle Öffentlichkeitsarbeiter? Google! Das sagt Susanne Hollweg vom E-Club D1950 nicht an die Adresse von „Digital Natives“, sondern zu den Rotariern bei der Distriktkonferenz in Arnstadt. Wer´s nicht glaubt, muss nur auf die Reichweiten von Medien mit hohem Google-Ranking schauen. Kann Rotary das auch? Klar, meinen Christine Büring und ihr neues Kommunikations-Team, das auf Distriktebene die Aufgaben von Berichterstatter, Sekretär, Internetbeauftragtem und Dico zusammenführt.

 

Ob die Clubs deshalb alle gleich begeistert Facebook, RO.WEB oder MyRotary nutzen, steht auf einem anderen Blatt. Wichtig ist der Governorin ein neues Verständnis von Kommunikation. „Oft ist es gar keine Verweigerungshaltung, sondern die Clubs können mit den vorgegebenen Bildwelten einfach nichts anfangen“, gibt Hollweg zu bedenken. „Richtig ist, was ankommt“, betont sie deshalb. Honoriert würden Wiedererkennungswert sowie lebendige und nützliche Inhalte. „Infotainment“ heißt das auf Neudeutsch. Es geht um Aktion und Emotion, Regionalität und einen ehrlichen Umgang mit der eigenen Marke. Für Rotary könne das durchaus heißen: „Ja, wir haben Geld und Einfluss – und setzen es für gute Projekte ein!“

 

Zunehmend Platz einräumen muss Rotary laut Hollweg außerdem der Jugend. Die stellte sich in Arnstadt mit über 50 Austauschschülern sowie den Rotaract-Distriktsprechern Michael Guttendörfer und Merlyn von Hugo vor. Trotz großer Erfolge wie zuletzt dem Best-Act für den RAC Jena und dem Twin-Club-Award für den RAC Ansbach werde Rotaract „bei Rotary immer noch oft als Fremdkörper wahrgenommen“, bedauerten sie. Dabei stehe im Rotaract-Logo ganz groß: „Partner von Rotary“.

 

RI-Präsident Ravi Ravindran wurde von Ahmed Kara aus Istanbul (Distrikt 2420) vertreten. Er sprach von einer „asymmetrischen Welt“, in der Bildung die große Zukunftsperspektive und deshalb wiederum der ideale Ansatz für rotarisches Engagement sei. Ravindran selbst hatten zahlreiche Rotarier aus dem Distrikt bereits im Februar in Nürnberg getroffen, woran Governor Fischenich zum Ausklang seines Amtsjahrs ebenso nochmals erinnerte wie an die Neugründungen der RCs Erfurt-Gloriosa, Schweinfurt-Friedrich-Rückert und Rhein-Main International sowie des RAC Franken Hybrid und des IAC Rothenburg ob der Tauber.

Patrick Shaw
Patrick Shaw, Jahrgang 1975, war von 1997 bis 2001 Sanitätsoffizieranwärter der deutschen Luftwaffe und ist seit 2003 Redakteur der Nürnberger Nachrichten in den Landkreisen Roth und Weißenburg-Gunzenhausen. Er war Gründungsmitglied und Präsident des Rotaract Clubs Weißenburg, 2005/06 Rotaract-Distriktsprecher sowie von 2007 bis 2013 Assistant Governor und Rotaract-Beauftragter im Distrikt 1950. Von 2008 bis 2010 betreute er redaktionell den Mitgliederbrief der German Rotary Volunteer Doctors. Seit 2007 ist er Mitglied des Rotary Clubs Roth und war dort 2015/16 Präsident. Das Amt des Distrikt-Berichterstatters übt er seit 2016 aus.