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Nachhaltiges Projekt am Kilimandjaro

Von der Missionsstation zum Krankenhaus

Nachhaltiges Projekt am Kilimandjaro - Von der Missionsstation zum Krankenhaus
Die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Holy Sisters ermutigt rotarische Ärzte zum langfristigen Engagement in Tansania. Rechts: Präs. Hilmar Friedrich-Rust und Projektleiter Peter-Josef Klein (r.)

Auf Anregung von Bernd Ilbertz (RC Kronberg), im Länderausschuss Ostafrika zuständig für Tansania, hatte der RC Kronberg 2010 auf der zwischen Kilimandscharo und Mount Meru gelegenen Missionsstation Sanya Juu mit dem Bau von Zisternen die Wasserversorgung verbessert. Die sehr gute Zusammenarbeit mit den Schwestern motivierte zu weiteren Schritten:

Christian Kaiser14.03.2014

Zunächst nahmen die Ärzte im Club das dortige „Health Center“ ins Visier. So baut der Zahnarzt Rainer Stoll als Ruheständler schrittweise eine „Dental Unit“ auf, zu der neben zwei voll eingerichteten Behandlungszimmern mittlerweile auch ein zahntechnisches Labor gehört. Er fährt zwei- bis dreimal jährlich nach Sanya Juu, um die Schwestern in der Zahnbehandlung auszubilden: Training on the Job. Peter-Josef Klein, Pathologe im Ruhestand, hat sich seinerseits die Elektrizitätsversorgung vorgenommen.

Unterstützung durch GRVD

Aus Spenden der Rotary Clubs Kronberg, Kelkheim und Oberursel wurde daraufhin eine vom BMZ bezuschusste Fotovoltaik-Anlage errichtet, die im November zusammen mit der Zahnklinik in Anwesenheit einer 14-köpfigen Delegation aus Kronberg eingeweiht wurde. Klein hat aber noch Größeres vor. Auf seine Initiative wurden im Oktober 2013 Instrumente und Ausstattung für einen Operationssaal nach Sanya Juu verschifft. Sie waren zum Teil gekauft, zum Teil von umliegenden Krankenhäusern gestiftet worden. Wenn die Operationseinheit vollständig ausgerüstet sein wird, besteht die Chance, dass das tansanische Gesundheitsministerium die Bezahlung von zwei Arztstellen übernimmt. Bis es so weit ist, wird Peter-Josef Klein zusammen mit befreundeten Chirurgen, dem Verein German Rotary Volunteer Doctors und den Schwestern die Klinik schrittweise in Betrieb nehmen.