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Distrikt

Wie man Wasserprojekte plant

Distrikt - Wie man Wasserprojekte plant
Leonida Burges in Auguas/Dominikanische Republik bereitet die Fläschchen für ihr Baby mit Wasser vor, das durch einen Bio-Sand-Wasserfilter gereinigt wurde. Im Rahmen eines Matching Grants hatten 200 Clubs aus den USA, Kanada, der Dominikanischen Republik und anderen karibischen Staaten vielen Familien zu einem Wasserfilter verholfen. © Alyce Henson (RI)

Wasserprojekte für Entwicklungsländer sind wichtig, aber schwierig. Welche Hilfen Clubs erhalten können, erfuhren sie in einem Seminar

Matthias Schütt14.04.2014

Kürzlich fand das erste Treffen von Clubs im Distrikt 1940 statt, die derzeitig Wasserprojekte in Arbeit haben. Zu Gast bei dem von Wasserkoordinator Gerd Behrendt (RC Ribnitz-Damgarten) organisierten Treffen waren unter anderen auch Vertreter der gemeinnützigen Vereine „Wasser ohne Grenzen“ (WoG) und „Technik ohne Grenzen“ (TeoG).

WoG unterstützt Initiativen der Rotary Clubs in Entwicklungsländern im Bereich Wasserversorgung, Abwasseraufbereitung, Sanitäranlagen und Hygiene. TeoG bietet Hilfeleistungen bei der Suche und Beschaffung der geeigneten Technik für die regional stark differierenden Anforderungen.

Musterlösung angestrebt

Ziel der Veranstaltung war neben diesen Informationen sowie Hinweisen auf Finanzierungsmöglichkeiten über Distrikt- oder Global Grants die Erarbeitung einer Musterlösung für erfolgreiches Projektmanagement. Gerd Behrendt stellte dazu einen Entwurf mit sechs Phasen vor, die nacheinander abgearbeitet werden. Entscheidend sind die ersten drei Phasen Vorbereitung, Planung sowie Finanzierung.

Bei den vorgestellten Projekten handelt es sich vorrangig um Wasserver- und entsorgungs- sowie Hygieneprojekte im südlichen Afrika und in Madagaskar. Dabei berichtete Past-Gov. Peter Fritz (RC Leipzig, WoG) über das Projekt Fotadrevo/Madagaskar, das laut Behrendt als Musterprojekt und Standard dienen kann. Hier greifen von der Wasserversorgung über Reinigung von Grau- und Schwarzwasser bis zur Wiederverwendung des geklärten Wassers alle Projektstufen ineinander. Präsentationen von Clubprojekten (Lübecker Bucht-Timmendorfer Strand, Berlin-Brücke der Einheit, Hennigsdorf-Oranienburg und andere) schlossen sich an.

Clubs, die in diesem Bereich tätig werden wollen, sollten sich zunächst an Wasserkoordinator Behrendt wenden, der Informationen, Hilfestellungen und auch Projekttipps geben kann (E-Mail: rc.igbehrendt@quiga.de).