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Distrikt 1900

Zwischen Tradition und Moderne

Distrikt 1900 - Zwischen Tradition und Moderne
Der neue RC Ruhr ist kein reiner Online-Club, er ist ein „hybrides Wesen“, das sowohl in der realen Welt wie im Internet beheimatet ist. © RC Ruhr

Rotary verändert sich im Laufe der Jahre und entwickelt sich weiter. Während der RC Paderborn im Dezember sein goldenes Clubjubiläum samt Festschrift feierte, freute sich der RC Bielefeld-Waldhof im gleichen Monat über 40 Jahre Clubfreundschaft. Doch unser Distrikt bekam auch Zuwachs. Mit dem RC Ruhr gibt es nun den ersten Hybrid-Club.

Katja Finke01.01.2018

2016 hat Rotary eine Veränderung rotarischer Verfahrensregeln beschlossen. So gehörte neben mehr Freiheit für die einzelnen Clubs die Innovation in punkto Mitgliedschaft dazu. Wir haben darüber mit Jan Sprakel, dem Gründungspräsidenten unseres ersten Hybrid-Clubs, gesprochen.  

Gleich vorweg gefragt: Heißt es jetzt E-Club oder Hybrid-Club?
Weder noch. Seit vergangenem Jahr gibt es nur noch Rotary Clubs. Jeder Club kann wählen, ob sich seine Mitglieder persönlich oder online treffen, zwischen beiden wechseln oder beide Formen gleichzeitig verwenden. Wir sind zu 50 Prozent online, treffen uns zur Zeit aber noch vier Mal, um uns besser kennen zu lernen. Für die Zukunft sind zwei persönliche Treffen plus Aktionen geplant.

Wie entstand die Idee zum Hybrid-Club?
Die Idee, dass sich gerade das östliche Ruhrgebiet für einen Hybrid-Club bestens eignet, kam von Bernhard Wahlers (PDG). Als Gründungspräsident des RC Witten-Hohenstein war es für mich eine tolle Herausforderung, die ich gerne angenommen habe.

Was ist das Besondere an einem Hybrid-Club?
Wir sind regional, nicht lokal. Und wir sind durch die Kombination von Online- und persönlichen  Meetings flexibler und moderner. Das macht uns attraktiver für Neumitglieder - bei „Reisenden“ und bei Rotaractern. Zudem haben wir eine innovative Satzung: Wer 80 Rotary-Jahre erreicht (Lebensjahre plus Mitgliedsjahre bei RI) verliert sein Stimmrecht in der Clubversammlung und ist nicht nur präsenzbefreit! Das sichert die ständige Erneuerung und „Jugend“ des Clubs. So wie es aussieht werde ich der erste sein, der im Clubsein Stimmrecht verliert...

War die Clubform „Hybrid“ für Rotaracter ein starkes Argument, Mitglied zu werden?
Nicht ausschlaggebend, aber attraktiv. RACler sind Lebensphasen-bedingt mobil und benötigen flexible Präsenzmöglichkeiten. Meine Erfahrung: RACler sind engagiert und absolute Rotary-Profis.

Worauf legst Du als Gründungspräsident Wert?
Mir sind vor allem Offenheit, Respekt und Engagement wichtig. Wir sind ein junger Club: An Jahren und im Alter unserer Mitglieder. Deshalb stehen bei uns Hands-On-Aktivitäten im Fokus. So ist unser erstes Gemeindienstprojekt auch hybrid: Wir werden Mentoren von Jugendlichen, die Wegweiser brauchen. Wir lernen uns "Face to Face" kennen und stehen danach mit Rat und Tat zur Seite: per Mail, WhatsApp, Telefon oder eben persönlich.

Katja Finke
Katja Finke (RC Paderborn-Bürener Land)  ist Geschäftsführerin einer Werbeagentur und Unternehmensberatung. Im Distrikt 1900 ist sie für die Bereiche Kommunikation und Berichterstatterin zuständig. Seit 2016 unterstützt sie den Rotary Jugenddienst Deutschland in der Öffentlichkeitsarbeit.

 

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