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Gesundheit in Liberia

Ein Hilfstransport für Afrika

Gesundheit in Liberia - Ein Hilfstransport für Afrika
Ärzte und Pflegepersonal freuen sich über die Ankunft des Containers mit Medizintechnik. © privat

Der RC Chemnitz-Tertia und das Bethanien-Krankenhaus unterstützen ein Krankenhaus in Westafrika mit Medizintechnik.

Kerstin Dolde01.12.2015

Fast sind die Bilder der Ebola-Epidemie in Afrika schon verblasst, überdeckt von den aktuellen Bildern der ankommenden Flüchtlinge in Deutschland. Nicht jedoch beim RC Chemnitz-Tertia, der mit der Hilfe vieler Partner ein Krankenhaus in Afrika seit längerer Zeit unterstützt. Bereits im Sommer wurde ein Hilfstransport mit Medizintechnik für dieses Krankenhaus auf den Weg nach Liberia geschickt. Medizinische Geräte wie Operationstische und -lampen, Entbindungsbetten, ein Ultraschallgerät, eine Druckluftanlage sowie eine Verbrennungsanlage für infektiösen Krankenhausmüll gingen auf die Reise in das 130-Betten-Krankenhaus  in Ganta. Die Stadt liegt an der Grenze zu Guinea.

Die Geräte wurden aus Kliniken des Krankenhausverbundes Bethanien und einer Chemnitzer Arztpraxis zur Verfügung gestellt. Die Müllverbrennungsanlage finanzierte der Club aus einer großzügigen Spende eines Zwickauer Unternehmers. Organisiert hat den Hilfstransport im Wert von über 50.000 Euro der ehemalige Verwaltungsdirektor und Bethanien-Geschäftsführer Siegfried Ziegler, der seit vielen Jahren aktiver Rotarier im Club ist. Er war mehrmals auch mit Kollegen in der Phase des Wiederaufbaus nach dem Bürgerkrieg in Liberia im Ganta-Methodist-Hospital.

 Per Schiff und Lkw

Ende September haben die Hilfsgüter nun über den Seeweg die liberianische Hauptstadt Monrovia und weiter mit dem Lastkraftwagen das Ziel Ganta erreicht. Die Freude im Hospital war groß. Operationstische, Neugeborenenbetten, Rollstühle, das EKG-Gerät sowie die Entbindungsbetten werden bereits genutzt und unterstützen die effektive Versorgung der ländlichen Bevölkerung in der Region. Auch der Aufbau der Müllverbrennungsanlage für medizinische Abfälle läuft planmäßig. Weitere Geräte müssen noch montiert
und qualifiziert eingerichtet werden.

Vor Ort sind Ärzte und Pflegepersonal sicher, dass diese humanitären Hilfsgüter ihre Arbeit effizient unterstützen werden. Sie schätzen die Partnerschaft und Hilfe aus Chemnitz sehr, und das hochmotivierte Personal im Krankenhaus ist auf einem guten Weg, die arme Bevölkerung bald besser und eigenständiger medizinisch zu versorgen und die Leistungsfähigkeit des Hospitals so weiter zu stärken.