Distrikt 1870

MÖNCHENGLADBACH - Ort der Hoffnung Friedensdorf

Spenden-Spritze fürs Friedensdorf: Wolfgang Mertens (Mitte) freut sich über die Unterstützung von Dietmar Löhrl (links). Rechts im Bild ist Günter Wulf, Vertreter des Friedensdorfes in Mönchengladbach

15.09.2014

MÖNCHENGLADBACH 

Ort der Hoffnung Friedensdorf

Hartmut Bigalke

Spendengelder von Rotariern aus Mönchengladbach helfen Kindern aus Krisengebieten, wieder gesund zu werden

Teresa (7) hat eine starke Entzündung im Oberschenkelknochen. Mara (3) kann nach einer Infektion kaum noch hören. Die beiden Mädchen kommen aus Angola und Afghanistan. Behandelt werden sie in Mönchengladbacher Krankenhäusern. Logistisch möglich macht dies das Friedensdorf in Oberhausen. Das nötige Geld stammt unter anderem von Rotariern.“ So berichtete die Rheinische Post im Juli.

Allein der RC Mönchengladbach-Niers hat in den vergangenen Jahren fast 90.000 Euro an das Friedensdorf gespendet. Jüngst haben die Rotarier wieder 10.000 Euro übergeben und sich berichten lassen, was das Friedensdorf aus den Spenden macht.

300 traumatisierte Kinder

Dazu hatte Präs. Dietmar Löhrl den stellvertretenden Leiter des Friedensdorfs, Wolfgang Mertens, eingeladen. Was Mertens erzählte und mit Bildern belegte, beeindruckte stark. Traurig und deprimierend stellten sich viele Rotarier das Friedensdorf vor, in dem bis zu 300 traumatisierte Kinder aus Krisengebieten betreut werden. „Jeder, der zu uns kommt, erlebt etwas ganz anderes: Das ist ein Ort der Hoffnung und der Freude“, so Mertens. Die meisten Kinder hätten in ihrem bisherigen Leben Hunger, Angst, Angriffe und Krankheiten erlebt.

Mertens weiter in der RP: „Bei uns erleben sie zum ersten Mal Sicherheit. Niemand bejaht das Leben mehr als diese Kinder.“ Faszinierend sei, wie schnell die Kinder lernten, auch voneinander. „Nach drei Wochen sprechen sie Deutsch. Und die afghanischen Kinder singen japanische Kinderlieder.“ Im Friedensdorf in Oberhausen sind sie nur Gast auf Zeit, denn: „Sie gehören zu Mama und Papa.“ Löhrl dankte Mertens im Namen des Clubs und sagte weitere Unterstützung zu.


INFO: Friedensdorf International e.V. ist eine Hilfseinrichtung in Oberhausen und Dinslaken, die kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland holt www.friedensdorf.de.

 

Erschienen in Rotary Magazin 9/2014

Hartmut Bigalke
Hartmut Bigalke ist Journalist mit 40 Jahren Erfahrung als Redakteur mit vielfältigen Führungsaufgaben bei großen Regionalzeitungen, u. a. Westfälische Nachrichten und Schwäbische Zeitung. Seit 2006 ist er Journalist im Ruhestand, seit 2009 Distriktberichterstatter für den Rotary-Distrikt 1870.

Rotary Magazin 9/2016

Rotary Magazin Heft 9/2016

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