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Deutscher Rotary Chor

Musik ruft nach Frieden

Deutscher Rotary Chor - Musik ruft nach Frieden
Tristan Bosbach als Knabensopran trug mit seinem Auftritt zu einem gelungenen Konzert des Deutschen Rotary Chors bei

Alfred Schön17.01.2013

Die Sehnsucht nach Frieden begleitet die rotarische Weltgemeinschaft besonders im Amtsjahr von RI-Weltpräsident Sakuji Tanaka. Der Deutsche Rotary Chor mit Sitz im Distrikt 1860 hat die Botschaft musikalisch aufgegriffen und im Vorfeld der vielfältigen rotarischen „Peace“-Aktivitäten seinen besonderen Beitrag geleistet: Mit der Aufführung der „Friedensmesse“ von Karl Jenkins im Musensaal des Mannheimer Rosengartens wurde unter der Gesamtleitung von Past-Präsidentin Elke Völker (RC Limburgerhof-Vorderpfalz) die auch mit Weihnachten verbundene Kunde vom gewaltfreien Miteinander der Menschen verbreitet: „Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.“ Besser übersetzt: „Die in seiner Gnade stehen.“ Eine schöne Einstimmung zum ehrwürdigsten, berührendsten und volkstümlichsten aller deutschen Feste.

Die „Camerata Carolina“, Kammerchor des Internationalen Studienzentrums der Universität Heidelberg (Einstudierung: Franz Wassermann), sowie Tristan Bosbach (Knabensopran), Nelly Palmer (Sopran), Susanne Schaffel (Alt), Dong Seok Im (Tenor), Lionel Fawcett (Bass), Franz Wassermann an der Orgel und das Projektorchester Rhein-Neckar standen der Chorgemeinschaft zur Seite und machten das Konzert zu einem bewegenden Höhepunkt. Hildegard Dressino (RC Worms), Past-Governorin im Distrikt 1860 und Vorsitzende des Deutschen Governorrats, war voll des Lobes und schrieb voller Emotionen ganz unter dem Eindruck des Auftritts von einem „großartigen“ Erlebnis.

Die „Mass of Peace“ hatte der walisische Komponist den Opfern der blutigen Kämpfe im Kosovo gewidmet. Der Untertitel „The armed Man“, ein gleichnamiger Film als bildliche Untermalung der musikalischen Aufführung, rief den etwa 500 Zuhörern ins Bewusstsein, dass es nicht um eine Schablone von Krieg geht, die verurteilt werden muss. Sondern um Wirklichkeit und eine Vision über das Medium der Kunst auf einen Frieden hin, die Menschen berühren und mitreißen soll. Elke Völker: „Basierend auf der Römischen Messe beinhaltet das ansonsten bildlich, textlich und kompositorisch eher postmodern, kollagenartig anmutende Stück Texte und Bilder aus vielen Jahrhunderten. Vom Volkslied über ein Palaestrina-Zitat und einen Muezzin-Ruf, von Bibel-Stellen und Zitaten aus dem Mahabharata über Rudyard Kipling, Alfred Sankichi Tennyson zu Sankichi Toge, einem Hiroshima-Überlebenden.“ Ja, ein Engagement für den Frieden ist allemal lohnend.

Alfred Schön
Alfred Schön (RC Merzig-Saarlouis) ist Journalist, er war u. a. Chef vom Dienst bei der Saar-Zeitung, zuletzt Ressortleiter Politik, Landespolitik und Regionales bei der Saarbrücker Zeitung. Seit Juli 2007 lebt er im Ruhestand. Bereits seit 2004 ist er Distrikberichterstatter des Distrikts 1860 für das Rotary Magazin und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit.