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Nachwuchsmangel wirksam bekämpfen

Der Bremer Berufsparcours soll Schule machen 

Nachwuchsmangel wirksam bekämpfen - Der Bremer Berufsparcours soll Schule machen 
Das Organisationsteam: Frank Priewe, Bettina Döring, Helmut Möring und Karin Ressel © Frank Priewe

Ein frisches Format soll Schülern Berufe näher bringen und gleichzeitig den Firmen die richtigen Nachwuchsleute sichern: der neue Bremer Berufsparcours.

Frank Garrelts07.06.2021

Save the Date: Berufsparcours am 24.Juni 2021 um 110 Uhr in der Oberschule am Waller Ring, Bremerhavener Str. 83, 28219 Bremen

Nachwuchsmangel – dieses Problem trifft immer mehr Branchen. Oft liegt es daran,  dass handfeste Informationen fehlen. 90 Prozent der Jugendlichen können sich unter  den Berufsbildern und -bezeichnungen wenig vorstellen. Zudem schrumpft derzeit  das Angebot an Praktika zur Orientierung. Ein frisches Format soll jetzt die  Arbeitswelt wieder "greifbar" machen: Am 24. Juni startet der neue Bremer Berufsparcours. Ziel ist, den Schülerinnen und Schüler ein anschauliches Angebot zu machen, bei dem sie richtig zupacken können. Und die Unternehmen bekommen dabei gleichzeitig die Gelegenheit, potenzielle Talente zu entdecken. Am Ende steht im Idealfall ein Praktikum oder ein Ausbildungsplatz. Bei einem erfolgreichen Verlauf in dieser Organisationsform soll der Berufsparcours künftig auch anderen Schulen angeboten werden. 

Aufgebaut als Parcours mit Tischgruppen, absolvieren die Jugendlichen der neunten und zehnten Klassen in einem etwa zehnminütigen Rhythmus praktische Übungen des jeweiligen Berufes. So lernen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise das Knoten und Spleißen, das  Messen eines Kupferrohres, den Umgang mit Holzimitationen oder mit FFL-Tetris. Gleichzeitig agieren bis zu acht Jugendliche an einer Station.  

Aufgrund der strengen Hygieneregeln findet der Berufsparcours in der Oberschule am Waller Ring nur mit reduzierter Teilnehmerzahl statt. Maximal zehn Unternehmen und 100  Schülerinnen und Schüler in zwölf Gruppen können pro Durchgang dabei sein. Die  Jugendlichen gehören auch im Unterricht jeweils zu einer Kohorte, so dass auch unter  diesen Bedingungen ein erhöhtes Risiko vermieden wird.  

Für die Aktion haben sich auf Initiative des RC Bremen-Neuenlande wichtige Akteure aus  Bildung und Wirtschaft zusammengetan, allen voran die Bundesanstalt für Arbeit und die  Unternehmensverbände im Lande Bremen. Bei der Umsetzung helfen das Technikzentrum Minden-Lübbecke, welches das Konzept entwickelt hat, sowie die Momerco GmbH und JobTIXX, welche auf dem Jobboard die angebotenen Praktika und Ausbildungsplätze der  Unternehmen präsentiert, Außerdem konnten renommierte Partner aus der Berufspraxis und  -ausbildung gewonnen werden, unterr anderem die BLG, BEGO, Käfer Isoliertechnik, Kathmann Bauunternehmung, team neusta sowie die Handwerkskammer, die Zahnärztekammer und  die Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt e.V und das Parkhotel Bremen. 

Auch die Senatorin für Arbeit, Wirtschaft und Europa, Kristina Vogt, unterstützt das Projekt  und wird am 24. Juni dabei sein. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil schickt ein Grußwort: "Die Fachkräftesicherung fängt bei der Ausbildung an. Deswegen müssen wir alle dafür  sorgen, dass ausbildungswillige junge Menschen und Betriebe, die ausbilden wollen, künftig  noch besser zueinander finden. Der Berufsparcours macht auf innovative Weise vor, wie das gelingen kann! Über den Erfolg dieser Initiative freue ich mich sehr! Das Jahr 2021 muss ein 'Jahr der Ausbildung' werden!“ 

Frank Garrelts

Frank Garrelts (RC eClub of D-1850), geboren 1951, ist Social Media Spezialist und Unternehmer aus Leidenschaft. Als Gründungsbeauftragter begleitete er die Entstehung des RC Worpswede und des 1. deutschen E-Clubs RC E-Club of D-1850. Er ist er Ehrenmitglied im RC Worpswede und Associate Member im spanischen Rotary Club of Calvia International.  2008 war er im Distrikt 1850 für Presse und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, 2009-2017 unterstützte er den Jugendaustausch im Distrikt. Seit 2017 ist er Distriktbeauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit und Social Media und prägt seit 2019 zusätzlich als Distriktreporter für das Rotary Magazin aktiv die Außendarstellung von D1850.

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