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Kassel

Friedensarbeit im Länderausschuss

Kassel - Friedensarbeit im Länderausschuss
Die Delegierten des Länderausschusses im Grimm-Museum

Heinrich Marchetti-Venier11.12.2012

Seit 1996 ist der Länderausschuss Schweiz/Liechtenstein-Deutschland-Österreich mit dem Projekt MINE-EX ein Förderer des Friedens. Sowohl in Deutschland als auch der Schweiz gibt es Trägervereine. In der Schweiz werden jährlich mit dem Roten Kreuz 800.000 Franken aufgebracht und in Deutschland bisher 500.000 Euro, um in Kambodscha, Afghanistan, Kolumbien, Namibia und jetzt Bosnien-Herzegowina (österreichischer Distrikt 1910) Minenopfern zu helfen. Es gehört zu seinen Hauptprojekten, ein Vorhaben, das man um das Lehrlingsaustauschprogramm „Visite“ ergänzen will, um beruflichen Erfahrungsaustausch über die Grenzen zu tragen. Marianne Dobler-Müller (RC Uster) ist als Berufsdienstbeauftragte in der Schweiz eingeladen worden, ihr Lehrlingsaustauschprogramm „Visite“ vorzustellen, das als bewährtes Best Practice im Vorstand als neues Ziel des Länderausschusses auch angenommen wird.

An die 20 Delegierte, voran der Vorsitzende der deutschen Sektion, Past-Gov. Hermann Sacher (Waldshut-Säckingen), der Sekretär des Deutschen Governorrates Past- Gov. Christof Steimle (Baden-Baden-Merkur), die Vorsitzenden der Schweizer und österreichischen Sektion, Willi Enderli (RC Fürstenland) und Heinrich Marchetti-Venier (RC Gmunden), sowie der Delegierte der Liechtensteiner Sektion Rolf Geiger (RC Liechtenstein) widmen sich bei der Sitzung im Saal des Grimm-Museums der Aufgabe, das Strategieprogramm, das bis 2013 läuft, umzusetzen. Vorher gedenkt man noch Rot. Wilhelm Zinsmeister (Stuttgart) als dem Initiator von MINE-EX und des kürzlich verstorbenen Delegierten Past-RI-Direktor Hans Müller-Rech (Augsburg). Es wird mehr Bekanntheit in der Öffentlichkeit und Teilnahme der Distrikte gefordert sowie an eine Zunahme der Delegierten gedacht. Eine eigene Homepage ist vorgesehen und in Österreich schon im Werden. Auch ein Kulturprogramm durfte nicht fehlen: Der Besuch der documenta 2012, von Schloss Wilhelmshöhe sowie dem Gebrüder-Grimm-Museum sind die Höhepunke dreier Tage, die Past-Präs. Eve Rothoff (RC Kaufungen-Lossetal) mit Past-Gov. Hermann Sacher glänzend gestaltet haben. Das nächste Ländertreffen und die Delegiertentagung werden vom 13. bis 15. September 2013 im österreichischen Gmunden stattfinden.
Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.