Distrikt 1880
von Ulrike Löw | 
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Der RC Stiftland griff tief in die Tasche, um einen Rettungswagen in die Ukraine zu schicken: 21.000 Euro investierten die Freunde aus der Oberpfalz, der befreundete RC Lemberg (Lviv) erhielt das Fahrzeug.

220.000 Kilometer hatte der Mercedes, Baujahr 2006, bereits auf dem Tacho. Der RC Stiftland übernahm das Fahrzeug vom Kreisverband Tirschenreuth des Bayerischen Roten Kreuzes, investierte 21.000 Euro Euro und jetzt, so Dr. Mathias Kalkum (RC Stiftland) werden mit Hilfe des Fahrzeugs „in der Ukraine fast täglich Menschenleben gerettet“.

Der RC „rettete“ den Wagen kurz vor der Ausmusterung des BRK-Kreisverbandes. „Gute Ideen brauchen Unterstützung“, so BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl und es kam zum Deal für die Menschen in der Ukraine. Holger Schedl ist seit kurzem ebenfalls Mitglied im RC Stiftland.

Die Stiftländer Rotarier stehen seit Kriegsbeginn Geflüchteten aus der Ukraine immer wieder zur Seite: Sie finanzierten Sprachkurse und halfen mit, Ukrainer in ihrer Region „in Arbeit zu bringen“, so der amtiertende Präsident Anton Schatzberger. Nun bot sich das nächste Projekt an - in einem gelungenen Beispiel für rotarische Zusammenarbeit wurde der Rettungswagen auf Vordermann gebracht. Über Holger Schedl ergab sich die Chance auf den guterhaltenen Rettungswagen, das Autohaus Matthes aus Marktredwitz stattete das Fahrzeug komplett neu aus, erneuerte auch das Tragegestell für den Patiententransport und steuerte obendrein 2000 Euro Spende bei. „All dies erfolgte unbürokratisch und schnell“, so Schatzberger.

„Allerdings ist es nicht so einfach, Hilfsgüter in die Ukraine zu bekommen“, sagt Mathias Kalkum (RC Stiftland). Er wandte sich an Hans Neuser (RC Vogtland Schloss Voigtsberg), den Distriktbeauftragten für die Ukraine-Hilfe des Deutschen Governorrates. Durch seine Hilfe kam es zum Kontakt zu den Freunden Fritz Hohnerlein (Koordinator Hilfe in der Ukraine, Vorsitzender Länderausschuss D-UKR, RC Karlsruhe-Albtaund) und Marc Völcker (RC KronbergVictoria).

Mit Sachspenden beladen

Dank deren konkreter Unterstützung ist es gelungen, den Wagen zum Empfänger, den RC Ukraine Unity Passport im Distrikt 2232, zu bringen. Dessen Präsident, Freund Borys Bodnar, hat das Projekt ebenfalls begleitet, an den Zollformalitäten mitgearbeitet und für einen Fahrer gesorgt. So konnte das Fahrzeug auf seinem Weg nach Lviv mit weiteren Sachspenden für die Ukraine beladen werden.

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