Zwei Rettungswagen, damit medizinische Hilfe wieder funktionieren kann

Vogtländer Clubs organisierten, warteten und übergaben Rettungsfahrzeuge für die Ukraine
Seit mehr als vier Jahren tobt der Krieg in der Ukraine und fordert erhebliche Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Bedarf an medizinischer Versorgung ist groß. Es fehlt an Kranken- und Rettungsfahrzeugen, an Medikamenten und medizinischer Ausrüstung.
Spenden – ob Geld oder Hilfsgüter – werden dringend gebraucht. Auch im Vogtland wurde im Rahmen der rotarischen Hilfsaktionen „Krieg in Europa – Rotary hilft“ eine besondere Hilfsaktion auf den Weg gebracht. Die Rotary Clubs aus dem Vogtland haben zwei Fahrzeuge übergeben, die mit Spenden aus den Clubs sowie mit finanzieller Unterstützung des Rotary Distrikts 1880 finanziert worden sind.
Das Projekt wurde von Past District Governor Hans Neuser (RC Vogtland Schloss Voigtsberg) initiiert und begleitet. "Wir haben zwei ausgemusterte Krankenfahrzeuge übernommen, die zuvor beim Rettungszweckverband Südwestsachsen in Plauen im Einsatz waren und sie einem technischen Gutachten unterzogen", erklärt Hans Neuser. Der ehemalige Chefarzt des Helios Vogtland-Klinikums in Plauen ist überzeugt: "Die Fahrzeuge können wohl noch einige Jahre eingesetzt werden."
Die Umsetzung erfolgte vorrangig über den RC Reichenbach-Auerbach und dessen Past-Präsidenten Hendrik Mutschmann. Mit Spenden beteiligt sind der RC Plauen, der RC Hof/Bayern und mehrere Einzelspender. Für den Kaufpreis und den Sprit für den Transport wurden etwa 24.000 Euro aufgebracht.
Beide Fahrzeuge wurden vom Rettungszweckverband Südwestsachsen in Plauen kürzlich ausgemustert. Sie befinden sich in einem sehr guten Zustand und sollen am Stadtkrankenhaus Pokrowsk, der viertgrößten Stadt Dnipro in der Ukraine, in der Region Dnipropetrowsk eingesetzt werden.
Die dortige Krankenhausleitung hatte zuvor in einem ausführlichen Schreiben um dringende Unterstützung gebeten, weil die eigenen Krankenfahrzeuge in äußerst schlechtem Zustand waren. Auf ukrainischer Seite wird der Transfer von einem rotarischen Freund aus dem RC Lviv, Boris Bodnar, begleitet. Er hat bereits zahlreiche andere Projekte mit Rotary Deutschland durchgeführt. Hans Neuser: "Durch die ausführliche Dokumentation der Spendenübergabe, können wir sicherstellen, dass eine persönliche Vorteilsnahme ausgeschlossen ist und der von uns gewünschte Spendenzweck sicher erfüllt wird."

Den Transport selbst übernehmen rotarische Freunde aus Großbritannien, die die Fahrzeuge direkt an ihren Bestimmungsort bringen werden. Einer der Fahrer, Antony Preston, hat bereits mehr als 60 dieser Transporte ehrenamtlich durchgeführt und verfügt deshalb über eine große Erfahrung, auch im Umgang mit den komplizierten Einfuhrbestimmungen. Er kann Gefahren für den Transport auch gut abschätzen.
Rotary Deutschland und insbesondere der Distrikt 1880, der die Regionen Sachsen und Nordbayern umfasst, stellen mit dieser Aktion ihre unverändert hohe Bereitschaft unter Beweis, der ukrainischen Zivilbevölkerung, wo immer es möglich ist, zu helfen.





























