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Foundation-Schwerpunkte

Neue Chancen in der Kalahari

Foundation-Schwerpunkte - Neue Chancen in der Kalahari
Die San begutachten die neuen Zelte für ihre Gäste. © Carl-Heinz Duisberg

Frieden & Konfliktprävention

Matthias Schütt01.09.2017

Die Khomani San gehören zu den letzten Ureinwohnern der Kalahari-Wüste im Süden Afrikas. Das Volk von Sammlern und Jägern stand häufig im Konflikt mit sesshaften Völkern, geriet in der Kolonialzeit noch stärker ins Abseits und wurde zum Teil sogar ausgerottet. Auch heute ist ihre Situation nicht wesentlich besser. Mit Beteiligung von 50 Clubs des Distrikts 1800 sowie drei aus Südafrika, der Rotary Foundation und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird bis 2018 ein Projekt umgesetzt, mit dem die Khomani San zum einen eine neue wirtschaftliche Perspektive erhalten, zum anderen aber ihre Kultur „wiederbelebt“ werden soll. Im Mittelpunkt des von Past-Gov. Wernt Brewitz initiierten und mit den Rotariern Carl-Heinz Duisberg und Francis Callard sowie der südafrikanischen Peace Parks Foundation umgesetzten Projekts steht die Schaffung einer 6000-Hektar-Farm mit Antilopen, Zebras und Giraffen, von Unterkünften für Touristen, die Ausbildung von Touristenführern und „Trackern“ zur Begleitung von Jägern. Das 750.000-Dollar-Projekt umfasst Aus- und Weiterbildung in Kommunalentwicklung, Management, Öko-Tourismus sowie Nutzung von
natürlichen Ressourcen.


wernt.brewitz@t-online.de

Matthias Schütt

Matthias Schütt ist selbständiger Journalist und Lektor. Von 1994 bis 2008 war er Mitglied der Redaktion des Rotary Magazins, die letzten sieben Jahre als verantwortlicher Redakteur. Seither ist er rotarischer Korrespondent des Rotary Magazins und seit 2006 außerdem Distriktberichterstatter für den Distrikt 1940.