Distrikt 1920

Projekt - Ein Fest für die Massai

Man wartet unter den schattigen Bäumen auf ärztliche Versorung © Watschingerstiftung, Linz

15.06.2015

Projekt 

Ein Fest für die Massai

Heinrich Marchetti-Venier

Mit einem Clubmitglied vor Ort sichert der RC Linz-Landhaus den Erhalt von zwei Krankenhäusern für die Massai in Tansania

Jeden Tag hören wir von Flüchtlingen aus Afrika, die ihre Heimat verlassen, um zu überleben. Um ihnen als Menschen und einer Minderheit in Tansania überhaupt ein Leben zu ermöglichen, dafür kämpft der RC Linz-Landhaus durch den Erhalt von Krankenhäusern als Langzeitprojekt. Garant für das Funktionieren dieser Massai-Spitäler ist Clubmitglied Regina Watschinger. Eines in Wasso, einem zentralen Standort der Massai, das andere in Endulen, die beide 1964 vom Linzer Arzt und Priester Herbert Watschinger gegründet wurden. Regina, seine Nichte, fühlt sich dem Lebenswerk ihres Onkels verpflichtet, verzichtet auf Urlaub und arbeitet dort jährlich mehrere Wochen als Tropenmedizinerin.
 
Jeder Cent zählt
Das Massai-Spital in Wasso bietet die einzige medizinische Hilfe im unwegsamen Hochland von Nord-Tansania in einem Einzugsgebiet von rund 200.000 Einwohnern. Sie leiden an Tuberkulose, an Typhus, an Malaria. Auch Verletzungen durch wilde Tiere spielen eine nennenswerte Rolle. Die Menschen machen Fußmärsche von hundert Kilometern und mehr, um eine medizinische Betreuung zu finden. Die Spitäler liegen nahe der Serengeti und des weltberühmten Ngorongoro-Kraters. Jeder Cent zählt, die Spenden werden ohne bürokratischen Aufwand weitergeleitet.

Um erneut Mittel zu sammeln, veranstaltete der Club mit Präs. Otto Urbanek am Linzer Schloss einen langen Abend mit dem bekannten Musiker Adi Hirschal & Band. Die Künstler sagen neue wie alte Lieder und begeisterten das Publikum. Im Rahmen der eranstaltung verkauften Mitglieder auch Speisen, Getränke oder schöne Erzeugnisse der Massai an die zahlreichen Besucher, welche damit auch Einblicke in die wunderbare Welt Afrikas erhielten. Der dabei aufgebrachte Gesamterlös von 16.000 Euro dient dem weiteren Unterhalt und nachhaltigen Bestand beider Spitäler.

Erschienen in Rotary Magazin 6/2015

Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.

Rotary Magazin 9/2016

Rotary Magazin Heft 9/2016

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