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Washington D.C.

Ehrenflug zum Weltkriegsdenkmal

Washington D.C. - Ehrenflug zum Weltkriegsdenkmal
Helen Hunter Weant, 90, mit einem Foto aus ihrem Kriegseinsatz als Krankenschwester. Ihr Einsatzort waren die Solomon-Inseln im Pazifik © Rotary International

Rotary Clubs und Distrikte in den USA begleiten Kriegsveteranen auf einer Reise zum Weltkriegsdenkmal in Washington

The Rotarian05.10.2011

Auf 16 Millionen Männer und Frauen schätzen Veteranenverbände die Anzahl der überlebenden Teilnehmer der USA an den Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Da sie allesamt hochbetagt sind, haben sich Rotary Clubs und Distrikte überall im Land zu einer besonderen Aktion zusammengeschlossen: Sie begleiten Veteranen auf einer Reise zum Weltkriegsdenkmal in der Hauptstadt Washington, erfüllen damit manchen Wunsch und verstehen dies als Ehrenpflicht einer dankbaren Nation. Schätzungen über die Verluste der USA in diesem Krieg gehen bis 400.000 Gefallene. Über ihre Teilnahme am „Flight of Honor“ als Begleiterin ihres Vaters hat die US-Journalistin Karen Kasmauski kürzlich im Rotarian berichtet. Nach ihren Recherchen können sich viele Veteranen den Flug zum 2004 errichteten Denkmal nicht leisten oder haben niemanden, der sie begleiten könnte. Hier springen die Rotarier ein, finanzieren die Flüge und stellen die Begleitung. So wurden in einem Jahr allein von Rotariern aus dem Bundesstaat North Carolina 16 Flüge mit vielen Hundert Veteranen nach Washington eskortiert. Rotary arbeitet dabei mit dem „Honor Flight Network“ zusammen, das in über 100 Städten die für ehemalige Soldaten kostenlosen Flüge in die Hauptstadt organisiert. Auf der Warteliste stehen noch 30.000 Veteranen. Allerdings werden es nicht alle schaffen: Die geschätzte Sterberate der Weltkriegsveteranen liegt laut Kasmauski bei 1000 pro Tag.